Energiedoppel zur Pacht

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optimal auf die Lastgänge abgestimmt, so dass sie mit einer elektrischen Energiedoppel zur Pacht Leistung von 40 kW (20 kW je BHKW) den Strombedarf in der Nacht fast vollständig und tagsüber zu gut 50 % abdeckt. Für den Hotelier hat dies eine Jahresersparnis von ca. 21.000 E zur Folge. Zugleich decken die beiden BHKW mit einer thermischen Leistung von 40 kW pro Gerät die Wärmegrundlast des Haupthauses. Der hohe Gesamtwirkungsgrad von 91 % und die Auslegung der BHKW mit einer Jahresnutzungsdauer von über 7.000 Stunden reduzieren zudem die CO2- Jahresemissionen um ca. 116 t. „Ich wurde umfassend von der RWE ED entlastet, die alles rund um die neuen BHKW übernommen hat“, resümiert Johannes Grossfeld. „Und da sie sich im Rahmen des Pachtmodells auch um die Wartung und Instandhaltung kümmern, trage ich während des Betriebs keine Risiken und profitiere dennoch vom selbsterzeugten Strom.“ Mit dem Hotelier arbeitet das Dortmunder Unternehmen derzeit im Rahmen eines Energie-Controllings an der weiteren Optimierung der im Januar 2014 in Vollbetrieb genommenen Anlage. Geprüft wird u. a., ob sich die Laufzeiten der BHKW noch erhöhen lassen. Über die bestehende Nahwärmeverbindung zum Spa-Bereich könnte die Anlage dann etwa auch den Außenpool zusätzlich mit Wärme versorgen. www.rwe-ed.de/hotels, www.grossfeld.de Genau 150 Zimmer, 90 Mitarbeiter und eine treue Gästeschaft ab 50plus – mit diesen Eckdaten hat sich das Hotel Grossfeld zu einer festen Größe in Bad Bentheim entwickeln können. Die Hälfte der Zimmer, ein Restaurant sowie ein Schwimm- und ein Dampfbad befinden sich dabei im Haupthaus, während eines der Nebengebäude einen Wellnessbereich mit sechs Saunen, einer Massage- und Kosmetikabteilung sowie einem Außenpool mit Whirlpool beherbergt. Im Zuge der Komplettrenovierung des Schwimm- und Dampfbads samt Anlagentechnik vor sieben Jahren kam zur Unterstützung der Wärme- und Stromversorgung ein dezentrales BHKW hinzu. Dieses jedoch war, wie eine energetische Initialberatung der IHK Anfang 2013 zeigte, zur Deckung der Grundlast des Hotels zu klein dimensioniert. Mit der technischen Unterstützung von RWE Energiedienstleistungen (RWE ED) erarbeitete der Inhaber und Geschäftsführer Johannes Grossfeld (F.) in der Folge eine Anlagenlösung mit zwei neuen, parallelbetriebenen BHKW. Das Dortmunder Unternehmen übernahm dabei im laufenden Betrieb neben der Planung und Installation in das vorhandene Gesamtsystem mit einem vorhandenen Heizkessel samt thermischer Solaranlage und Wärmepumpe auch die Investition und Fotos: RWE ED v e r p a c h tet diese für neun Jahre an den Hotelier. In diesem Zeitraum ist der Energiedienstleister auch für die Wartung und Instandhaltung der BHKW verantwortlich und übernimmt damit die finanziellen und technischen Risiken. Das Hotel Grossfeld zahlt im Gegenzug einen vertraglich festgelegten Pachtzins und ist für die Brennstoffbeschaffung zuständig. Langfristig ausgelegte Erdgas-Lieferverträge stützen hier die Kalkulationsbasis und schaffen Planungssicherheit. „Im Vergleich zum Contracting erzeugt der Kunde beim Pachtmodell den Strom selbst und ist so von der EEG-Umlage und den Netzentgelten befreit. So können wir unseren Kunden eine hocheffiziente, dezentrale Energieversorgung mit größtmöglicher wirtschaftlicher Flexibilität anbieten“, erklärt Klaus Herrmann, der das Projekt für den Energiedienstleister betreute. Sparen seit Januar Aufgrund seines Komfortanspruchs hat das Hotel auch nachts einen hohen Energieverbrauch. Die neue Anlage wurde hier energiesysteme Inhaber von Familienhotels halten gerne alle Zügel in der Hand – auch bei der Energieversorgung. Das Hotel Grossfeld vertraut seit kurzem auf zwei gepachtete BHKWs. 30 5/2014


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