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Fotos energiesysteme Eine Übersicht der Gütesiegel finden Sie unter www. gastroinfoportal. de/hotel seine Hotels künftig ebenfalls nach der Umweltmanagement-norm ISO 14001 zu zertifizieren. „Umweltzertifizierungen liefern messbare Ergebnisse, schaf-fen Transparenz und bieten die Grundlage für einen nach-weisbaren, kontinuierlichen Verbesserungsprozess“, ver-deutlicht er. Um dauerhaft wett-bewerbsfähig zu bleiben, sei der verantwortungsvolle Um-gang mit Ressourcen sowie der Respekt für die Umwelt und die Gemeinschaft unabdingbar und deshalb ein unerlässlicher Bestandteil der Unternehmens-strategie. Trendsetter Umwelt Um dem aktuellen Nachhaltig-keitsgedanken gerecht zu wer-den, hat die Maritim Hotelgesell-schaft eine ProUmwelt-Initiative entwickelt, die sich an dem Drei- Säulen-Modell Ökologie, Öko-nomie und Soziales orientiert, und darüber hinaus deutsch-landweit Mitarbeiter zu Nach-haltigkeitsberatern ausbilden lassen. Ein klimaneutrales Tagen ist z. B. im Maritim Hotel Bonn möglich. Als erstes deutsches Maritim Hotel erhielt es 2010 die Nachhaltigkeitszertifizierung „Green Globe“, die es 2012 er-neut bestätigen konnte. Um die für zwei Jahre gültige Aus-zeichnung zu erhalten, müssen mindestens 51 % der insgesamt mehreren 100 Kriterien erfüllt werden. Das Maritim Hotel Bonn erfüllt 87 % dieser Kriterien. Phi-lipp Gagel, Stv. Manager Food & Beverage, der sich federfüh-rend um das Projekt „Nachhal-tigkeit“ kümmert, freut sich: „Umwelterfol-ge kann man nur durch Beständig-keit erreichen. Man muss bereit sein, sich auch in kleinen, aber kon-sequenten S c h r i t t e n dem Ziel zu nähern.“ Zu den Errun-genschaften der Um-der Feldberger Hof im letz-ten Jahr als erstes Hotel im Schwarzwald als Green Brand Germany ausgezeichnet – als erstes klimaneutrales Hotel in Deutschland. „Das Green Brands Zertifikat ist für uns eine erneute Bestätigung für den ein-geschlagenen Weg in Sachen Umweltschutz. Das Öko-Siegel wirkt gleichzeitig auch als Moti-vation für die Zukunft, weiterhin vorhandenes Potenzial für Ver-besserungen und Veränderun-gen im Sinne der Nachhaltigkeit zu erkennen und auszuschöp-fen“, sagt Hoteldirektor Mike Böttcher. Um Reisenden auf der ganzen Welt die Planung eines umwelt-freundlichen Urlaubs zu ermögli-chen, hat TripAdvisor sein Green- Leaders-Programm in Europa gestartet. Bei der Entwicklung waren das United Nations En-vironment Programme (UNEP) und die International Tourism Partnership (ITP) beratend tä-tig. Im GreenLeaders-Programm werden Unterkünfte klassifiziert, die sich besonders nachhaltigen Praktiken verschrieben haben, z. B. die Wiederverwendung von Handtüchern und Hotelwäsche, Recycling und Kompostierung, der Einsatz von Solarzellen, die Bereitstellung von Elektroauto-Ladestationen sowie Dachbegrünungen. Je mehr grüne Punkte eine Unterkunft umsetzt, desto höher ist das GreenLeaders-Level, das erreicht werden kann. Grüne Zukunft „Angesichts der Tatsache, dass so viele Reisende die Umwelt-freundlichkeit ihrer Urlaubsorte als wichtig bewerten, erzielen Unternehmen, die ihre Nach-haltigkeitspraktiken öffentlich machen, einen Wettbewerbs-vorteil“, sagt Jenny Rushmore, Director Responsible Travel bei TripAdvisor. Wer in Zukunft Be-stand haben will, kommt um das Thema Nachhaltigkeit also nicht herum. Die Tendenz gehe da-hin, dass es in den kommenden Jahren keine Gebäude mehr geben wird, die nachhaltige Kri-terien nicht erfüllen. „Es wird ganz klar eine Selbstverständ-lichkeit sein, sich nachhaltig zu verhalten“, ist sich Till Runte von BTME Certified sicher. Dem stimmt auch Michael Mücke von Accor zu: „Neben Gesundheit und Wohlbefinden nimmt der Bereich Nachhaltigkeit einen immer größeren Stellenwert ein und wird immer mehr zu ei-nem wirtschaftlichen Vorteil und Innovationsträger werden.“ lan Salvis Salamander. Das Original. Krönende Pluspunkte. salvis.ch weltinitiative gehören Ener-giesparmaßnahmen wie der Einsatz von energiesparenden Minibars oder Entsorgungsvor-gaben wie Mülltrennung und -vermeidung. Maritim hat zu-dem Ende 2013 den Nachhal-tigkeitskodex der deutschen Veranstaltungswirtschaft, eine Initiative des German Con-vention Bureau (GCB) und des Europäischen Verbands der Ver-anstaltungscentren e.V. (EVVC), unterschrieben. Die Hotelge-sellschaft verpflichtet sich so zu einem verantwortungsvollen Umgang in den Bereichen Öko-logie, Ökonomie und soziale Komponenten. „Wer rastet, der rostet! Das gilt insbesondere auch für Nachhaltigkeit, denn es gibt immer Optimierungs-potenzial, man muss nur auf-merksam und aufgeschlossen jeden Aspekt prüfen und gege-benenfalls alte Arbeitsprozesse in Frage stellen“, begrüßt Gerd Prochaska, Geschäftsführer der Maritim Hotelgesellschaft, die grüne Initiative. Von Grund auf Grün Im Bereich Greenbuilding kön-nen sich Hotels seit 2011 von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mit dem Deutschen Gütesiegel Nach-haltiges Bauen (DGNB) zertifi-zieren lassen. Zu den Themen-feldern zählen die klassischen Bereiche der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie und Ge-sellschaft) sowie die technische Qualität des Gebäudes und die Prozessqualität bei der Planung und dem Bau. Mit dem Zertifikat in Silber wurden z. B. die Hotels Motel One und Adagio im Köl-ner Waidmarkt ausgezeichnet. Ausschlaggebend waren u. a. die Verwendung von gesund-heits- und umweltverträglichen Baustoffen und zertifizierten Hölzern, ein niedriger Gesamt-energie- und Trinkwasserbedarf sowie ein hoher thermischer Komfort und eine weitreichende Barrierefreiheit der Hotels. Öko im Fokus Um seinen ökologischen An-spruch zu untermauern, wurde www.messer-kaphingst.de 5/2014 29


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