Spültechnik - Dosiersysteme: Konzentriert dosiert

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Foto: Winterhalter gut zu erzielen? Als Orientierung dient zunächst der Sinnersche Kreis: Entspre-chend müssen die vier Faktoren, die beim Spülprozess mittels des Mediums Wasser zusammenwirken – Chemie, Temperatur, Zeit und Mechanik – optimal abgestimmt sein. „Bei Reduktion eines Faktors muss ein anderer entsprechend erhöht werden, um ein hygienisches Ergebnis zu erlangen“, erklärt Jörg Forderer, Verkaufsleiter Che-mie & Wasseraufbereitung bei Winterhalter. Wenn möglich, gilt aber der Leitsatz „ weniger ist mehr“. Thomas Schneider von Dr. Becher erklärt: „Als grobe Faustregel kann man bei Pulver von ca. 1,2 bis 1,6 g pro Liter Wasser und bei Flüssigreiniger von ca. 1,6 bis 5 ml pro Liter Wasser ausgehen.“ Stärkeaufbauten oder starke Kaffee- und Teeverfärbungen am Geschirr erfordern dabei mehr Reinigungschemie. Um das nachträgliche „Einbrennen“ von Stärke- und Eiweißresten beim Vorabräumen zu vermeiden, sollte das Spülgut mit kaltem Wasser von maximal 40°C vorgereinigt werden. Für stark verschmutztes Geschirr empfiehlt Winterhalter darüber hinaus ei-nen nicht schäumenden Vorreiniger. „Diese sogenannten Additionalprodukte werden zusätzlich direkt in den Maschinentank gegeben“, erklärt Jörg Forderer von Win-terhalter und ergänzt: „In manchen Fällen muss auch die Dosierung erhöht werden, was aber nur ein Fachmann durchführen sollte.“ Richtige Anwendung Die besten Produkte nützen aber nichts, wenn die Einwirkzeiten nicht eingehalten werden – ein Problem, das Andrea Heider von Remsgold aus der Praxis kennt. Die notwendige Dosierung hängt aber auch von der Wasserhärte ab. „Je härter das Wasser, desto höher muss die Dosierung sein“, er-klärt Marion Wilken von Dr. Becher. Bei Wasserhärten bis 7° dH (deutscher Härte-grad) sowie bei Osmoseanlagen empfiehlt sie einen neutralen, bei Härten über 7° dH einen sauren Klarspüler. Franz Felbermeir aus dem Marketing von Dr. Schnell Chemie ergänzt: „Es ist zu prüfen, ob an einer Ma-schine verschiedene Wasserhärten vor-kommen. So kann z. B. die Tankfüllung mit Stadtwasser betrieben werden, das unter Umständen sehr hart ist, die Klarspülung dagegen mit Osmosewasser, um Wasser Konzentriert dosiert Ein umfassendes Reinigungsprogramm für die Spülküche gibt es nicht von der Stange“, ist Andrea Heider vom Marketing bei Remsgold Chemie über-zeugt. Die Dosierung hängt von Fakto-ren wie Küchengröße, Speisenangebot, Spülvorgängen pro Tag, Maschinen-art, Spültemperatur, Zykluszeiten oder Schmutzarten ab. Basierend auf einer Ortsbegehung und Tests wie Probeläufen, Abklatsch- und mikrobiologischen Unter-suchungen erarbeitet Remsgold Chemie z. B. ein passgenaues Reinigungskonzept und installiert die entsprechend eingestell-te Dosiertechnik. Die Chemische Fabrik Dr. Weigert hält außerdem eine Mappe zur Planung und Konzeption bereit: „Je früher wir bei neuen Projekten an Bord kommen, desto effizienter lassen sich Dosieranlagen und die Steuertechnik abstimmen, z. B. die Distanz der Anlage zur Maschine“, erläu-tert Frank Stuehlmeyer aus dem Marketing. Wovon ist die individuelle Reinigermenge abhängig, um ein hygienisches und den-noch nachhaltiges Ergebnis beim Spül- 24 5/2014


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