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Trinkwasser? den Kalk weichhalten und sogar die Ablage-rungen in den Rohren sanft abbauen. „Die technischen Möglichkeiten sind in wenigen Worten zusammengefasst: Temperatur kontrollieren, Stagnationswasser vermeiden und Ablagerungen in den Rohren abbauen“, erklärt Thomas Löhnert von Löhnert aqua-tech. Der Hotelier sollte zudem ein Auge darauf haben, dass einzelne Zimmer nicht zu lange leerstehen. Bei einem Leerstand über einer Woche rät Thomas Löhnert, das Wasser im Zimmer einige Minuten laufen lassen, um die Zuleitung zu spülen. „Wasser muss im-mer dann die Installation verlassen, wenn es hygienisch notwendig ist; aber wenn es dann fließt, sollte es im Interesse einer Ver-meidung wirtschaftlich nur in der hygienisch notwendigen Menge fließen“, rät Reinhard Bartz. Hallenbad und Spa In diesen Bereichen hat man mit großen Mengen an Wasser zu tun. Bei hygiene nationswasser. „Ein weiterer wichtiger Punkt, der erhebliche Gefahren birgt, sind die Dampf-saunen. Hier stellen wir bei unseren Checks eine erhebliche Verkeimung der Luft fest. Der Dampf ist nur direkt am Produktionsbereich heiß, aber etwas weiter entfernt bilden sich schon die Legionellenkeime“, erläutert Ulrich Jander vom Fachverband für Qualität in Ho-tels, Krankenhäusern und Altenheimen FQH. In diesen Bereichen ist eine regelmäßige Reinigung also ganz besonders wichtig. Alle Bekämpfungsmaßnahmen, ob thermisch, chemisch oder physikalisch, können nur dann erfolgreich sein, wenn sämtliche Stellen des Trinkwasser-Installationssystems damit er-reicht werden. Absolut keimfreies Wasser ist nur durch endständige Sterilfilter für Hand-brausen, Kopfbrausen und Waschtische mit integriertem Wechselfilter erreichbar. ast Schwimmbädern und Whirlpools sieht Tho-mas Löhnert nur dann eine Gefahr, wenn keine gute automatische Wasseraufberei-tung mit Überwachung der Wasserwerte wie dem pH-Wert, der Chlorkonzentration und dem Redox-Wert besteht. Der Proben-nehmer konzentriert sich hier auf die Duschen und ggf. auf andere Einrichtungen, welche Wasser versprühen. Hier gilt, wie auf den Zimmern, Stagnationswasser zu vermeiden und die Warmwassertemperaturen im Griff zu haben. Kritisch kann aber auch das kalte Wasser werden. Bei Lufttemperaturen von weit über 25°C in den Wellnessbereichen kann auch dieses Temperaturen erreichen, bei denen Legionellen vermehrt auftreten können. Entscheidend sind in diesem Fall eine gute Isolierung der Wasserrohre und die Vermeidung von StagGefahrenquelle Herr Löhnert, gibt es Möglichkeiten, einem Befall mit Legionellen entgegenzuwirken? Legionellen und andere Bakterien setzen sich in den Rohrleitungen ab, vorzugsweise in Ablage-rungen von Kalk und Rost. Das aqua blue Sys-tem z. B., das wir anbieten, verändert die Was-serstruktur und ihre Lösungsfähigkeit. So werden Ablagerungen von Kalk und Rost vermindert und sogar abgebaut. Den Bakterien wird dadurch die Grundlage entzogen. Diese schonende Rohr-sanierung kann man für sich alleine vorbeugend anwenden oder kombineirt mit der themrischen bzw. chemischen Desinfektion. Hat das strukturell veränderte Wasser noch weitere hygienische Vorteile? Seine niedrige Oberflächenspannung erhöht die Reinigungsfähigkeit und kann z. B. bei der Badreinigung den Bedarf an Reinigungsmitteln senken. Gleichzeitig beugt es auch hier wieder Ablagerungen vor. Wie wird aqua blue installiert? Oftmals reicht ein Gerät für das gesamte Haus aus. Es wird einfach an der Haupt-wasserleitung vor der Verteilung angebracht, ein Eingriff in das Lei-tungsnetz ist nicht notwendig und ver-ursacht keine Zusatz-kosten. Auch das Wasser müssen die Hotels dafür nicht abstellen. Zudem können einzelne Geräte direkt an kritischen Punkten, z. B. an den Rohren für die Spülmaschine, ange-bracht werden. Nötig ist lediglich ein Zugang zur Wasserleitung. Herr Löhnert, vielen Dank für das Gespräch. aho IM GESPRÄCH MIT THOMAS LÖHNERT 4/2014 51


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