Food - Spargelgerichte: Spargel-Weltreise

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Fotos: © volff _ Fotolia.com, © sato – Fotolia.com Spargel-Weltreise Vete a freír espárragos!“ – „Geh doch, um Spargel zu bra-ten!“ Dieser in Spanien gängige Ausspruch ist mit dem deutschen „Geh wohin der Pfeffer wächst!“ zu vergleichen. Der Spruch kommt wohl daher, dass die Menschen es früher als verwerflich empfanden, den teuren Spar-gel einfach in die Pfanne zu werfen. Doch die Zeiten haben sich geändert, heute ist die Zu-bereitungsweise in der Pfanne nicht nur in Spanien, sondern rund um die Welt eine Delikatesse. Der Deutsche isst dabei immer noch am meisten Spargel – bevorzugt den klassischen weißen Bleichspargel. Knapp 2 kg werden pro Jahr ge- und verputzt. Damit ist Spargel statis-tisch in Deutschland die Gemüseart mit der größten Anbaufläche – noch vor den Möhren und Speisezwiebeln. Gegenüber 2008 stieg die Fläche 2012 sogar um 10 % auf fast 24.000 ha. Dabei liegt die Herkunft des Spar-gels wahrscheinlich in Ägypten, wo sich bereits mehrere Jahr-tausende vor Christi Geburt die ersten Köpfchen nach der Son-ne streckten. Schon früh wurde das Gemüse aufgrund seines Geschmacks und seiner me-dizinischen Wirkkraft in vie-len Kulturen geschätzt. Die Römer sorgten für die rasche Verbreitung in ganz Europa und waren auch die ersten, die das Gemüse züchteten und „professionell“ anbauten. Sie garten dabei den Spargel in kochendem Salzwasser, die Wüstenvölker Arabiens hinge-gen grillten ihn über dem Feuer. Die wilden Stangen Die Griechen und Römer waren regelrechte Fans des sogenannten Wildspargels mit seinem besonders aro-matischen Geschmack. Dieser wird auch heute wieder in ausgewählten Geschäf-ten angeboten und ist gerade in den Mittel-meerländern und Südostasien sehr beliebt. Die Stangen sind wesentlich dünner als die des nor-malen Spargels, er muss nicht geschält werden und kann ohne Kochen z. B. nur kurz angebraten werden. Sparangi heißt etwa der wilde griechische Spargel. Gekocht wird er in Griechenland typisch mit Olivenöl und Zi-tronensaft oder Essig und Salz angerichtet. In Namibia wiederum wird er in süß-exotischen Gerichten mit Mandeln, Mango und Süß-kartoffel gegessen. food 28 4/2014 partyservice


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