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Fotos: 25hours Hotel Bikini Berlin Hamburg, Frankfurt, Wien – und nun die Hauptstadt. „Wir wollten schon immer nach Berlin“, freut sich der 25hours Hoteldirektor Michael Wünsch, auf dessen Visitenkarte auch der Titel Zoodirek-tor vermerkt ist. „Jetzt haben wir zwischen Gedächtniskirche und Kurfürstendamm sowie der grünen Stadtoase aus Tiergarten und dem Berliner Zoo das beste Zuhause gefunden, das wir uns vorstellen können.“ Der Innenarchitekt Werner Aisslinger ließ hotelkonzepte Mit „Urban Jungle“, Monkey-Bar und Flohmarktschätzen ist jüngst das Softopening des ersten Berliner 25hours – dem Hotel Bikini Berlin – gestartet. Ein Besuch am Zoo. Eigentümer: 25hours Hotel Company Architekt, Küchenplaner: KPC Architekten Innenarchitekt: Werner Aisslinger Aufzüge: Schindler Hotelkosmetik: The Deli Garage Küchentechnik: MKN Sauna, Dampfbad: Teka Spültechnik: Meiko Türschließanlage: VingCard Elsafe TV-Systeme: Philips Waschmaschinen: Miele PROJEKTBETEILIGTE 25hours Hotel Bikini Berlin 10787 Berlin www.25hours-hotels.com (Auszug) sich dafür im Hotel Bikini vom Großstadt-dschungel leiten und spielte mit Pflanzen, Möbeln diverser Stilrichtungen und künst-lerischen Installationen das Thema kreativ durch. Zudem war Sybille Oellerich, die Schwester des Cookies-Betreibers Heinz Gindullis, auf Flohmärkten in einigen Län-dern unterwegs. Urban – das ist die Hotel-seite zur Budapester Straße und dem Europa- Center hin. Der Dschungel präsentiert sich auf der anderen Seite mit Blick auf den Berliner Zoologischen Garten sowie das Affenhaus, das der Monkey Bar im 1.000 m² großen Bar- und Restaurantbereich ihren Namen gab. Im obersten Stockwerk gele-gen, punktet das Hotel hier, direkt gegen-über des Waldorf Astoria, dank riesiger, 6 m hoher Glasfronten mit einem 360°-Ausblick auf ganz Ber-lin. Die umlau-fende Dachter-rasse mit sepa-ratem Zugang soll nicht zu-letzt auch viele Berliner und Städtetouristen anlocken. Die 149 Zimmer präsentieren sich, wie die meisten Räume im Hotel, mit Decken aus unverputztem Beton und sind mit allen 25hours-üblichen Standards ausgestattet: Betten in hoher Schlafqualität, Klimaanlage, nachhaltigen Kosmetikartikeln, Flach-bild- TV, Minibar, iPod-Docking-Stationen und kostenfreiem W-LAN. 40 % der Zimmer sind für das Bad mit freistehenden Waschtischen und an Stahlseilen hängenden Spie-geln vorgesehen, in der Kategorie Urban L und Jungle L gibt es zusätzlich freistehende Badewannen. Flexible Vorhänge grenzen die Zimmer- und Badbereiche ab. An den Zimmerwänden selbst hängen Schindelhauer-Fahrräder, die der Gast für die individuelle Fahrt durch die Stadt nut-zen kann. Ermöglicht mit dem Kooperationspartner Two Wheels Good, findet er hier im dazugehörigen Bike Bag alles vom Helm bis zum Lesestoff – den Bicycle Dia-ries, in denen der Ex-Talking-Heads-Sän-ger David Byrne ein Plädoyer für fahrrad-freundliche Städte hält. Die Flure der einzelnen Stockwerke sind im auffallenden Dunkel gehalten, nur die weiß leuchtenden Neon-Zimmernummern geben Signale – ein Bezug zur Berliner Club-Welt. Schließlich befand sich im Bikinigebäude 26 Jahre lang das beliebte „Linientreu“, die wohl letzte Original-Achtziger-Disco der City West. Die Rezeption wiederum wartet mit U-Bahn-hof- Fliesen vom Alexanderplatz auf, und in direkter Nähe befindet sich ein Buchshop des Gestalten-Verlags mit Schwarz-Weiß- Zeichnungen des japanischen Künstlers Yoshi Sislay. Sie sind Teil des Leitsystems im Hotel und begegnen den Gästen an vielen weiteren Stellen im Haus. Ostmediterran im Gewächshaus Im Restaurant Neni bildet ein großes Ge-wächshaus, dessen Mittelplätze leicht erhöht sind, den Fokus. Der Boden ist hier mit einem historischen Fischgrätparkett versehen, und auf verschiedenen Ebenen sind schwebende Pflanzen gruppiert. Um das Gewächshaus herum befinden sich weitere Sitzbereiche – und eine verglaste Küche, in der die Gäste in die Töpfe von Haya Molcho und ihrem Team schauen können. Die Küchenchefin ist in Israel geboren, in Deutschland aufgewach-sen und lebt heute in Wien, wo sie die ori-entalisch- mediterran orientierten Neni-Restaurants betreibt. „Balagan Cuisine“ heißt ihr Motto und bezeichnet ein „sympathisches Chaos in der Küche“. Statt auf einem Teller kann das Gemüse daher auch einmal auf einem Butterbrotpapier serviert werden. Ganz unprätentiös kommen die Töpfe vom Herd auf den Tisch, so dass jeder Gast von allem probieren kann. Das Studio Aisslinger hat dafür spezielle Tische mit eingelasse-ner Stahlplatte entwickelt, die jeder noch so heißen Kasserolle standhalten kann. Das Bar- und Küchenkonzept des 25hours Hotels wird von Jürgen Klümpen umgesetzt, der das dazugehörige „Burger de Ville“ betreibt. Zu-dem gibt es im Hotel eine eigene Bäckerei. Das Hotel Bikini Berlin versteht es, das aktuelle Berliner Lebensgefühl widerzuspie-geln: unfertig und improvisiert,, aber absolut charmant. dmp 4/2014 21


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