Wellnessstudie 2014: Profilieren über Investieren

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branchenfokus Profilieren über Investieren 16 % 6 % 54 % 35 % 38 % 4 % 36 % 8 % 2 % C Wie war die Nachfrage nach Wellness-Leistungen in Ihrem Hotel 2013 im Vergleich zum Vorjahr? eher rückläufig eher steigend stark rückläufig stark steigend unverändert Lag noch 2010 das erwartete Wachstum bei den befragten Wellnesshotels bei fast 73 %, so sind für 2014 diesbezüglich nur noch 58 % diesbezüglich optimistisch. D Welche Entwicklungen erwarten Sie 2014? 1 % Wachsen oder nicht – das scheint nicht mehr die primäre Frage zu sein, wenn es um die Entwicklung von Wellness in der DACH-Region geht. Denn nach Boomjahren wie 2010 mit einem Wellnessumsatzwachstum bei 65 % der befragten Hoteliers gaben bei der aktuellen Umfrage nur noch ca. 44 % an, 2013 hier ein Umsatzplus erreicht zu haben. Immerhin 58 % erwarten 2014 noch ein Wachstum (2010: fast 73 %). Über 20 Jahre nach dem Beginn des Wellnessbooms verlangsamt sich damit das Umsatzwachstum der Bran-che, und die Potenziale erschöpfen sich. Dies spiegelt auch die Gästeseite wider: Nach den Zielgruppenerweiterungen der letzten Jah-re – zunächst Männer, dann Familien – sind hier kaum noch neue Märkte zu erschließen. Das vorhandene Wachstum 2013 ist weni-ger durch neue Gäste als vielmehr durch die häufigere Wellnesserholung begründet. Genossen 2010 weniger als die Hälfte der Gäste mehr als einmal im Jahr Wellness, so sind es 2014 bereits knapp zwei Drittel. Die Gruppe, die mehrmals im Jahr Wellness nutzt, wuchs um über 20 Prozentpunkte auf 57,41 % und ließ die „Einmal-pro- Jahr-Wellness-Urlauber“ bei gut 30 % weit hinter sich. „Es geht damit auch immer mehr darum, dass sich Well-nesshotels stärker positionieren und professionalisieren“, erklärt Michael Altewischer, Geschäfts-führer Nicht mehr nur wachsen, sondern mit Wellness-USPs das ganze Haus profilieren – das ist ein Trend der Wellnessstudie 2014 der Wellness-Hotels & Resorts und Beauty24. der Wellness Hotels & Resorts. Ent-sprechend wurde 2013, laut der Hoteliersum-frage unter 104 Partnerhotels von Wellness- Hotels & Resorts und Beauty24 von Anfang 2014, viel investiert. Über 85 % der Hoteliers haben vor dem Hintergrund des reduzierten Mehrwertsteuersatzes ihr Haus um- und aus-gebaut. Knapp 80 % planen auch Investitio-nen für 2014 ein – und zwar stärker bei den Zimmern als im Spa. „Während 2010 viele Hotels noch zum Wellnesshotel aufrüsteten, werden heute die Zimmerkapazitäten erwei-tert, was dazu führt, dass die Spa-Abteilun-gen regelmäßig ausgebucht sind“, beurteilt Roland Fricke, Geschäftsführer bei Beauty24. Für 98,99 % der befragten 3.862 Gäste, die im Rahmen der Wellnessstudie 2014 online befragt wurden, trage ein attraktives Hotel-ambiente wesentlich zur Entspannung bei. Roland Fricke: „Je jünger der Gast, desto wichtiger das Ambiente – wenn man in die Zukunft denkt, ist klar erkennbar, wohin die Reise für die Wellnessbranche geht.“ Die Räume selbst sollen groß und lichtdurchflu-tet (71,07 %) sowie natürlich wohlriechend (86,22 %) sein. 42,80 % finden eine beson-dere Innenarchitektur wichtig bis sehr wich-tig. 24,27 % erachten zudem Bereiche mit unterschiedlichem Ambiente wie asiatisch oder mediterran für wichtig bis sehr wich-tig. Designermöbel & Co. sind hingegen für viele irrelevant. „Der wichtigste Faktor für das Ambiente ist der Service: Für die Mehr-heit der Gäste ist ein freundlicher, hilfsberei-ter Service der Schlüssel zur Entspannung“, stellt Michael Altewischer fest. Beim Angebot wurde bereits vor zwei Jahren „Outdoor-Wellness“ als neuer Trend gehan-delt. Geben 83,63 % der befragten Gäste an, dass die Landschaft, ein Garten oder ein Park wichtig bis sehr wichtig sind, so interessieren sich heute fast 50 % für Outdoor-Wellness-anwendungen – allen voran die sportlichen Varianten. Radtouren erlebten in Hotels eine hohe Nachfrage, zudem wurden Nordic Walking, geführte Wanderungen und Out-door- Kurse wie Yoga und Pilates 2013 öfter als 2012 angefragt. Das ideale Gesamtpaket heißt also: „Sich drinnen verwöhnen lassen – draußen selbst aktiv werden. Hier liegt ganz klar noch Ausbaupotenzial für die Hotelle-rie“, ist Michael Altewischer überzeugt. syk Weitere Ergebnisse und Grafiken zur Wellness-Studie 2014 finden Sie unter www.gastroinfoportal.de/hotel Informationen zur Mitgliedschaft bei den Wellness-Hotels & Resorts erhalten interessierte Hoteliers unverbindlich unter Tel. (0211) 679 69 79, post@wh-r.com oder unter www.wellnesshotels-resorts.com Quellen: Wellness-Hotels & Resorts, Beauty24 © first class 10 4/2014


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