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Foto: privat branchenfokus I N F O S Faires Vertrauen Herr Runte, beim Green Hotel Summit am 28. und 29. April in Nauen im Landgut A. Borsig werden Sie das erste Fairtrade- Hotelzimmer, das Certified zu-sammen mit Fairtrade entwickelt hat, vorstellen. Was macht dieses aus? Inwiefern können Hoteliers dieses selbst umsetzen? 98 Hotels führen bereits das Zusatzzertifikat „Certified Green Hotel“. Mit den Fairtrade-Zim-mern sollen sie das Thema Nach-haltigkeit für die Gäste sinnlich erlebbarer und nachvollziehba-rer Till Runte machen können. Denn wer mindestens zehn Zimmer in seinem Haus mit Fairtrade- Produkten im Bereich Bettwäsche und Handtücher, Kosmetik, Kaffee & Tee sowie bei einzelnen Minibarpro-dukten wie Saft oder Schokoriegeln führt, kann sie als Fairtra-de- Zimmer vermarkten – und in ein paar Monaten dafür auch bei der Zertifizierung Punkte erhalten. Certified ist gerade eine Premiumpartner-schaft mit dem Bundesverband Sekretariat- und Büromanagement eingegangen, um den Bekanntheitsgrad der VDR-Hotelzertifizie-rung zu stärken. Sie selbst machen immer wieder Praktika, wie zuletzt im Atlantic Sail City in Bremerhaven und bei den Ringhotels in München. Wie finden diese Erfahrungen Eingang in Ihre Arbeit? Diese verschiedenen Partnerschaften und Praktika ermöglichen es uns, immer wie-der die Perspektiven zu wechseln und so je-weils gegenseitig von-einander zu profitieren. Im Atlantic Sail City z. B. habe ich erlebt, wie aktiv die erworbe-nen Siegel in Corpo-rate- Gesprächen ein-gebunden werden und so zu einem echten, dauerhaften Verkaufs-argument werden. Bei den Ringhotels wer-den die Häuser sogar alle zwei Jahre darin überprüft, wie sie ihre Stärken mit Hilfe der richtigen Marketing-instrumente herausstellen. Wir überlegen jetzt bei Certified auch, ob wir die Häuser im Rahmen eines Bonussystems für den trans-parenten Umgang mit den Siegeln beloh-nen können. Darüber hinaus kann ich mir vorstellen, unter den zertifizierten Hotels den gegenseitigen Wissensaustausch im Rahmen von einigen Veranstaltungen zu stärken. Ich war sehr beeindruckt von dem Austausch und der starken Gemeinschaft der Ringhotels-Mitglieder untereinander. Wir haben bereits das System der Hotelsterne, in den letzten Jahren sind zudem Online- Bewertungen immer wichtiger gewor-den. Inwiefern sind Zertifizierungen dennoch zur neuen Währung bei der Hotelauswahl avanciert? Was bringt es Hotels konkret, sich zertifizieren zu lassen? Hotelsterne bieten grundsätzlich eine wich-tige Orientierung, Hotelbewertungen sind vor allem in einer großen Zahl ein möglicher Indikator. Doch mit unseren Zertifizierun-gen, die Hotels zugleich den Kontakt zu den VDR-Mitgliedern ermöglichen, können sich die Häuser objektiv in Bezug auf eine be-stimmte Zielgruppe prüfen lassen und bei dieser verstärkt vertrauensbildend wirken. Denn die Hotels unterziehen sich damit einer regelmäßigen Neuoptimierung ihrer internen Prozesse und agieren damit nicht nur schneller und professioneller, sondern auch kostensparender. Eine Zertifizierung wird bei den Gästen auf diese Weise immer positiv als ein emotionaler, passiver Verstär-ker wahrgenommen und bestätigt den Gast darin, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wie stellt Certified selbst die Qualität seiner Siegel sicher? Unsere Prüfer sind selbst Travelmanager und damit unabhängige Praktiker aus der Branche, die von uns beauftragt wer-den. Mit ihnen veranstalten wir zweimal jährlich Prüfertreffen, auf denen wir un-sere Kriterien immer wieder hinterfragen. Bis Herbst werden wir so z. B. das Conference und Business Siegel mit einem neu-en Kriterienkatalog überarbeitet haben. Vielen Dank für das Gespräch. syk Zertifizieren geht über Probieren. Wir sprachen mit Till Runte, Geschäftsführer der BTME Certified, über Fairtrade-Zimmer, Praktika und Selbstkontrolle. Informationen und Bedingungen für den Erwerb eines Certified-Siegels finden Interessierte unter www.certified.de. 8 3/2014


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