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Frau Marriott Regional Vice President Sales & Marketing für Kontinentaleuropa war, holte sie diesen Wunsch nach und wurde Generaldirektorin des München Marriott Hotel. Zwei Jahre lang saugte sie hier die Welt des Gastgeberseins, Teamcoachings und Koordinierens von Renovierungsarien noch einmal direkt an der Front auf – „eine tolle Zeit“, sagt sie. Marke individuell „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell wieder nach Eschborn zurückkehre“, meint Gitta Brückmann heute. Doch Marriott International wollte mehr und unterstellte ihr als neuer Area Vice President für Zentraleuropa im Jahr 2010 ganze 42 Häuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seit 2014 erweiterte sich ihr Verantwortungsbereich nun um rund 50 weitere Hotels in Skandinavien und Tschechien sowie neue Marken, die derzeit eingeführt werden. Besonders spannend ist dabei gerade der Start des ersten Moxy Hotel in Mailand, das sich mit skandinavischer Frische und Design vor allem an ein jüngeres Budget-Publikum richten will und in den nächsten Jahren rund 150 Moxy Hotels in Europa im Franchisesystem nachziehen soll. Wegweisend für Marriott in Europa ist für Gitta Brückmann darüber hinaus die Markteinführung des ersten Hauses der Autograph Collection in Deutschland. Im Gegensatz zum üblichen Kettengeschäft präsentiert sich das Hotel am Steinplatz in Berlin seit Ende 2013 in einem Jugendstilgebäude und wartet mit einer kleinen Zimmerzahl und einer Berliner Küche auf. „Hier ist wirklich keine Marke sichtbar und spürbar, nahezu alle Entscheidungen wurden individuell für das Haus getroffen. Das ist auch für uns sehr aufregend“, betont Gitta Brückmann. Wenn es nach ihr geht, kann die Collection in Europa nicht schnell genug wachsen, dafür ist sogar eine eigene Developmentabteilung im Einsatz. „Wir setzen letztlich auf ein individuelles Angebot, weil in Europa mehr denn je eine große Nachfrage nach individuellen Häusern besteht. Mit der Collection können wir individuell sein und dennoch durch unser Vertriebssystem global agieren.“ Für Gitta Brückmann ist das der europäische Weg, als Kette hierzulande zu wachsen. „Es geht uns dabei um eine Kombination aus internationalen Standards und einer regionalen Identität.“ Für sie selbst heißt das, auch nach vielen Jahren bei Marriott International weiterhin eine individuelle Aufbauarbeit im diffizilen Europa leisten zu können. Sie ist wie damals 1986 gekommen, um weiter zu bleiben und kräftig zu gestalten. syk Eine Ausnahme bin ich wirklich nicht“, gibt sich Gitta Brückmann zwischen ihrem zusammengeklappten Laptop und dem frisch servierten Kaffee am Lobbytisch des München Marriott Hotels bescheiden. „Wir sind hier alle zusammen großgeworden und haben in vielen Hotelbereichen immer wieder Anderes machen können.“ Sie selbst war nach einer Ausbildung im Kempinski Hotel Bristol in Berlin und diversen Auslandsaufenthalten 1986 zu Marriott durch das Haus in Boston gestoßen. Damals absolvierte sie noch ein F&B Trainingsprogramm in den USA und ging danach wieder zurück auf den alten Kontinent, um den Europa- Einstieg der Kette im Cateringbereich des Vienna Marriott Hotels mitzuerleben. 1988 folgten für sie weitere Neueröffnungen in Warschau und München und danach bereits der Schritt in die Europa-Zentrale nach Eschborn, wo sie fortan in verschiedenen Sales- und Marketingpositionen für Marriott International tätig wurde. „Ich habe sehr gerne in diesem Bereich gearbeitet, zugleich hatte ich aber auch nie Berührungsängste mit der Operativen. Im Gegenteil: Mir fehlte damals noch die wichtige Erfahrung, selbst ein Hotel zu führen.“ 2008, als sie bereits Gitta Brückmann ist seit 28 Jahren bei Marriott International und inzwischen eine Institution der Kette in Deutschland. Foto: Marriott International 3/2014 75


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