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Fotos People Training & Education und Marc Feller ge-meinsam den Be-reich Training & Edu-cation mit Leben. Kempinski trainiert Kempinski und expandiert dabei – HR genießt damit bei der Gruppe den Status „Chefsache“. im Jahr in den verschiedenen Regionen selbst die talentiertesten Kempinski-Mitar-beiter. Reto Wittwer persönlich lädt dabei die geeigneten Teilnehmer ein und trainiert sie z. B. zum Thema Strategy & Leadership, während Duncan O‘Rourke den Bereich Persönlichkeit eine andere persönlich vor-anbringt. Wenn man Katherine De Fontaine und Marc Feller (F.) in der Kempinski-Zentrale in Genf besucht, dann ist dies sonnen-klar – und das liegt nicht nur an ihren sympa-thisch sitzenden Jeans, die beide Trainings-profis ausnahmsweise an diesem Casual Friday tragen. Wir sitzen in der Kreativinsel, wie sie alle hier in der 60-Mann-großen- Headquarter-Etage nennen, an einem run-den Tisch mit farbigen Wänden und grünen Kissen, während 5 m weiter auf der rechten Seite das Büro von COO Duncan O‘Rourke abgeht und sich auf der anderen Seite be-reits die Tür des CEO & President Reto Witt-wer befindet. „Wir verstehen uns als ein ver-gleichsweise kleines Unternehmen, das hier unkompliziert zusammen Ideen entwickelt“, erklärt Marc Feller, der als Corporate Direc-tor das Essentials! Training Programm leitet. Reto Wittwer selbst war es, der ab 2007 das Personalmanagement völlig neu struk-turierte und es damit bis heute direkt unter seine Verant-wortung stellte. Dafür initiierte er die drei Säulen Training & Education, Talent Development und People Services, also die Personalver-waltung. Während sich der CEO hierbei persönlich mit Mi-chael Gehrig und seinem Team um den Bereich Talententwicklung küm-mert, füllen Kathe-rine De Fontaine als Vice President Preisgekrönte Essentials Entscheidend ist für ihre Arbeit bis heute die besondere Leitstrategie „Kempinski trainiert Kempinski“, und diese äußert sich in der Operative in vier großen Pro-grammen, die mit einem aktiven Ausrufe-zeichen versehen sind: „Fundamentals“ in Form von Basis-Trainings, die alle Mitar-beiter durchlaufen, „Essentials“ mit Trai-nings von eigens geschulten E! Master Trainern in speziellen Bereichen, „Works“ als inhaltliche Qualitätsüberprüfung der Trainings und schließlich das Programm „Education“, in dem das 1998 als erste Ho-telgesellschaft mit der Reims Management School entwickelte, eigene EMBA aufgeht, das das mittlere Management gezielt in die Top-Managementebene begleiten soll. Um die Lücke zwischen den sehr erfolg-reichen Essential-Programmen und dem EMBA noch besser zu schließen und auch die Spezialisten, Abteilungsleiter und stellvertretenden Hotel Manager auf ih-rem Weg zum General Manager zu beglei-ten, hat der Bereich Kempinski Training & Education 2012 das Essential Management Programm gegründet – und mit diesem im letzten Jahr den zweiten Platz beim Hos-pitality HR Award gewonnen. Bei dem außergewöhnlichen Programm, das um Lerneinheiten der Neoma Business School ergänzt wird, trainiert das Kempinski Ma-nagement Board in Zusammenarbeit mit den Universitätsprofessoren, mehrere Mal Sales & Revenue Management übernimmt, Colin Lubbe erklärt, was im Finanzbereich erwartet wird und Katherine De Fontaine und Michel Gehrig die Trainings- und Ta-lentprogramme vermitteln. Im Laufe der Tage entwickeln die Kandidaten schließ-lich Case Studies und am Ende eine ei-gene, innovative Idee, die – wenn sie als Gewinnerkonzept überzeugt hat – unter der Projektleitung des Teilnehmers welt-weit bei Kempinski implementiert wird. „Letztlich geht es uns darum, mit diesem Programm vor allem auch das mittlere Management mit dem richtigen Mix aus internen und externen akademisch ausgebildeten Trai-nern stärker zu fördern“, erklärt Marc Feller. „Glauben Sie mir, nicht nur die Teilnehmer haben große Freude an dem Programm, auch für das Management Board sind diese Tage etwas ganz Besonderes, weil sie selbst ganz nah an ihre Mitarbeiter herankom-men.“ So genießt, was an der Chefebene angesiedelt ist, auch entsprechend einen besonderen Status, das war schon immer so. Marc Feller merkt das auch am Budget: „Wenn die Zeiten wirtschaftlich schwie-riger sind, wird normalerweise gern auch am HR-Management gespart. Bei uns ist das nicht der Fall“, berichtet er. Für die Zukunft ist eine mögliche Öffnung der Trainingssysteme nach außen möglich – sowohl für die Hotellerie als auch für andere Branchen. Katherine De Fontaine kann sich darüber hinaus vorstellen, ir-gendwann auch eine eigene Kempinski „Ausbildung“ zu etablieren. „Wenn ich noch weiter träumen darf, dann wünsche ich mir virtuelle Schulen, die wir weltweit Original seit 1983 initiieren können“, bemerkt sie. „Gerade in Entwicklungsländern könnten wir vie-len Menschen damit eine so wichtige Aus-bildung ermöglichen und auf diese Weise mithilfe der Hotellerie gesellschaftliche Brücken schlagen.“ syk 3/2014 73


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