Page 54

first_class_03_2014

Foto: Berghotel Mattlihüs und Dachelemente des neuen Mattlihüs aus Fichten- und Tan-nenholz bestehen, wurde die Außenfassade nach alter Holz-bautradition mit witterungsresis-tentem Lärchenholz geschindelt. Den Innenbereich prägen die vielseitig verwendbaren, hellen Fichtenhölzer. Die Bettkopfteile sind dabei aus Zirbenholz ge-fertigt, deren natürliche, ätherische Öle pulsabsenkend und entspannend wirken. Mit diesem Programm ist das Mattlihüs das erste Holz100 Hotel in Deutsch-land. Die komplett vorgefertigten Massivholzelemente der österrei-chischen Systembauweise set-zen sich hier aus stehenden und liegenden Brettlagen bzw. Pfos-ten zusammen, die mit Buchenholzdübeln verbunden sind. Die 800 m² große Nutzfläche beherbergen sechs Doppelzim-mer im Erdgeschoss und weite-re sechs zweigeschossige Suiten im Ober- und Dachgeschoss. Ein 300 m² großer Wellnessbe-reich befindet sich im unteren Sockelgeschoss und wartet mit einem talseitig platzierten Sau-na- Ruheraum samt dreiseitiger Alpenpanorama-Verglasung auf. Insgesamt wurden 608 m³ an Holzvolumina verbaut. Dies ent-spricht einem Kohlenstoffanteil von umgerechnet ca. 152 t, wo-raus eine CO2-Speicherung von über 557 t resultiert. Holz zweifach prämiert In der historischen Altstadt von Weimar hat das Familienhotel Weimar den Beweis angetreten, dass die Bauweise aus massivem Holz sowohl im urbanen Raum als auch in der Nachverdichtung funktioniert. In der Nachbarschaft zwischen Goethehaus und Anna-Amalia-Bibliothek gele-gen, war „die Chance, direkt daneben neu bauen zu dürfen, eine einmalige Gelegenheit, bei der wir all unsere Wünsche an ein natürliches und komfortables Wohnen einbringen konnten“, erklärt der Hotelier und Bauherr Anselm Graubner. Fernab von gewöhnlichen Zimmern bietet das Holzhotel elf barrierefreie Wohnungen mit Balkonen zwi-schen 22 und 75 m² an, die auf die Bedürfnisse von Familien samt mitreisender Großeltern zugeschnitten sind. Die Möbel sind aus massivem Holz von einem lokalen Tischler gefertigt, auf der Dachterrasse befin-det sich ein Sandspielplatz mit Kräutergarten. Mit der elementbasierten Sys-tembauweise der Massivholz-mauer (MHM), bei der ganze Wände und Decken aus unbe-handeltem Holz komplett vor-gefertigt angeliefert wurden, konnte der dreigeschossige Rohbau in Kurzzeit errichtet werden. Die diffusionsoffene Holzbauweise bietet viele Mög-lichkeiten, die auch im Famili-enhotel Anwendung gefunden haben. Die Holzoberflächen im Außenbereich sind z. B. in Teilen sichtbar geblieben oder mit einem mineralischen Putz versehen. Im Innenbereich entschied sich der Bauherr für einen Lehmputz, um darin die sparsame und gesunde Flä-chenheizung zu integrieren. Das Ergebnis ist eine moderne, ökologische Architektur, die die Historie der Umgebung ein-bezieht, ohne sie zu historisie-ren. Einzig das Kellergeschoss und Treppenhaus mussten aus Brandschutzgründen in Stahl-beton ausgeführt werden. Die energetische Versorgung stellt ein hauseigenes, mit Gas be-triebenes BHKW sicher, das Wärme und Strom zugleich für den Eigenbedarf produziert. Die Arbeiten rund um das Holz-hotel führten lokalen Unterneh-men durch – von der Entwurfs-planung über den Holz- und Innenausbau bis zur Finanzie-rung. Auch die 400 m³ an ver-bautem Fichten-, Tannen- und Kiefernholz sind in den Wäl-dern Thüringens in nachhalti-ger Forstwirtschaft gewachsen – bei einem Kohlenstoffanteil von umgerechnet ca. 100 t, wo-raus eine CO2-Speicherung von über 366 t resultiert. Ergebnisse wie diese brachten dem Fami-lienhotel auch die beiden Thü-ringer Preise für Holzbau und Tourismus im Sinne wohnge-sunder Kultur- und Städtereisen ein. Marc Wilhelm Lennartz Mehr Holz im Netz entde-cken? Weitere Infos unter: www.mattlihues.de ➘ www.familienhotel-weimar.de www.raphaelhotelwaelderhaus.de Holz trifft Hotel in Reinkultur: das Berghotel Mattlihüs. kalien.“ Die Energiefelder der als BUS-System ausgeführten Elek-troinstallation wurden komplett abgeschirmt. Und Hotelgäste, die nachweislich mit der Bahn anrei-sen, erhalten einen Bonus. Im gesamten Erweiterungsbau kamen bei der Planung und Aus-führung die sich ergänzenden Eigenschaften diverser Holzarten aus nachhaltiger, PEFC zertifi-zierter Forstwirtschaft zum Ein-satz. Das Raumklima in einem massiven Holzbau bewegt sich dabei permanent in einem für den Menschen idealen Feuchtigkeits-bereich zwischen 35 und 55 % relativer Feuchte. Denn Vollholz ist diffusionsoffen, d. h. es nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit auf, speichert diese und gibt sie erst bei Bedarf wieder an die Raumluft zurück oder führt diese bei Sättigung nach außen ab. Der Mensch fühlt sich entsprechend wohl in von Holz determinierten Räumlichkeiten, selbst Allergiker können frei durchatmen. Während die Wand-, Decken- Hamburg, 14.-19.03.2014 Halle B7 · Stand B7.126 Fullservice Hotelwäschelösungen Tischwäsche · Bettwäsche · Frottierwäsche Küchenwäsche · Einstickungen · Einwebungen Bettwaren · Lattenroste und vieles mehr D-89150 Laichingen | 07333 804-840 wäschekrone.de 54 3/2014


first_class_03_2014
To see the actual publication please follow the link above