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Die neue Landlust Die Sehnsucht nach Heimat und nach dem guten, einfachen Leben wächst. Wie sonst ist der Erfolg einer Zeit-schrift wie „Landlust“ nachzuvollziehen, die mit einer Hochglanz-Version des ver-meintlich idyllischen Landlebens eine re-kordverdächtige Auflage von über 1 Mio. gedruckter Exemplare erzielt? Manager, die sich nach ihrem Ausstieg aus dem Be-rufsstress als Hobby-Imker betätigen und als „Urban Gardeners“ gemeinschaftlich Verkehrsinseln und Gemüsegärten be-wirtschaften, sowie die wachsende Zahl der Do-it-yourself-Fans, die ihre Lust am Häkeln, Stricken und Selbermachen ent-deckt haben, gelten als Protagonisten einer auch vor dem Hintergrund der Wirtschafts-krise wieder erwachten Konsumkritik. Sie werden auch im touristischen Bereich den Markt mitbestimmen, prognostizieren Trendforscher wie Anja Kirig vom Hambur-ger Zukunftsinstitut. Die Eckpunkte „Tou-rismus 2020“ definiert sie wie folgt: Regi-onal konsumieren, Kultur respektieren, Energie sparen, Erbe schützen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Höchste Zeit also für die Land- und Resorthotellerie, sich in Stellung zu bringen? Dass dies bereits vielerorts eintritt, zei-gen z. B. die Holler Hotels & Resorts, die demnächst in Deutschland starten wollen. Gleich mehrere trendorientierte Elemente in einem Konzept vereinend, ist Holler auf Familien und Freunde ausgerichtet, die ih-rem urbanen Umfeld für eine Auszeit ohne lange Anreise entfliehen wollen. Bevorzug-te Standorte befinden sich direkt am Strand, in den Bergen oder am See und sollen nicht länger als zwei bis drei Stunden von Metro-polregionen wie Hamburg, München oder Berlin entfernt sein. Die Hotels wollen mit lässiger Atmosphäre und Design aufwar-ten und Raum für naturnahe Erlebnisse, unter anderem im hoteleigenen Garten, der gleichzeitig als Kräuter-, Gemüse- oder Obstgarten dient, bieten. Ein ungezwunge-nes Gastronomiekonzept mit Küchen zum Mitmachen, eine Rezeption mit Hofladen und regionaltypischen Produkten sowie ein Spa mit bezahlbaren Anwendungen gehö-ren ebenfalls dazu. „Wir glauben, dass der Weg zurück zur Natur nicht nur ein Trend ist, sondern angesichts der täglichen Infor-mations- und Reizüberflutung ein echtes Bedürfnis widerspiegelt", sagt die Holler- Geschäftsführerin Nicola Lichtenberg. Eine wichtige Rolle spielt für den Betreiber da-bei der Community-Gedanke, indem die Hotels das ideale Umfeld für den Drei- Generationen- Urlaub und die Ferien mit Freunden bieten sollen. Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit soll nicht fehlen und wird mit entsprechen-den Zertifizierungen dokumen-


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