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müssen. Es weckt wenig Vertrauen, wenn auf jedem Portal ein anderer Preis geladen ist. Einfacher wird es aber, Sonderaktionen und Promotions entsprechend der Herkunftsdestinationen zu schalten, z. B. in der Nebensaison. Dies würde Unstimmigkeiten mit den Portalen vermeiden. Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich tatsächlich für Ihren Betrieb? Ulrich N. Brandl: Den besten Preis gab und gibt es im Baby & Kinder Bio-Resort Ulrichshof im Bayerischen Wald immer bei einer direkten Buchung Im Rahmen der BEAUTY DÜSSELDORF 21.-23. März 2014 www.beauty.de Info-Hotline 0211 4560-7602 Aktuelle News aus der Spa Branche: www.spabusinesslounge.de Spa Know-how - Vorträge & Diskussionen Spa Brands - Exklusive Präparate Spa Services - Innovative Dienstleistungen Spa Design - Kreative Einrichtungen Das Forum für die professionelle Spa Branche über uns – das ist für mich selbstverständlich, denn ich habe den engsten Kontakt zu meinen Gästen. Dies bedeutet aber, dass ich bisher HRS und andere Online-Portale mit ähnlichen Klauseln nicht nutzen konnte. Nun steht es mir frei, Gedanken über zusätzliche Vertriebskanäle anzustellen, ohne mein Grundprinzip aufgeben zu müssen. Dies ist das Ende des Paritätenregimes in der Online- Vermarktung. Was wird sich tatsächlich bei der Preisge-staltung der Hotels und ihrer Online-Strategie ändern? Moritz Dietl (Treugast Solutions Group): Durch den Wegfall erhält der Hotelier wieder Hoheit über seine Preise, und es eröffnen sich neue Perspektiven im Online-Vertrieb. Aber im Hinblick auf Verkauf und Marketing wird man sich noch stärker neuen Herausforderungen stellen müssen. Privathotels, besonders kleine und mittelständische Betriebe, müssen sich ihrer Kernkompetenz noch stärker bewusst werden. Es gilt, Nischenmärkte zu finden und sich in den Vertriebskanälen richtig aufzustellen, um sich gegen die „Großen“ zu wappnen. Carolin Brauer (Quality Reservations): Das Paritätenende eröffnet Chancen, die aber spezifisches Wissen voraussetzen. Welche Buchungskanäle nutzen meine Gäste? Was muss ich tun, damit sie auf meiner Website buchen? Wo liegen die Kosten? Erst wenn sich das Team um Verkauf, Reservierung und Revenue Management darüber im Klaren sind, kann die künftige Vertriebsstrategie erarbeitet und umgesetzt werden. Sicher ist, dass sich die Gäste durch das Ende der Paritäten Preisvergleichsportalen bedienen werden, und diese müssen als Vertriebskanal technisch eingebunden werden. Idealerweise findet der Gast so direkt auf die Hotelwebsite. Welche Strategien empfehlen Sie den Hotels, um den Bestpreisklausel-Wegfall zu nutzen? Carolin Brauer: Das Ende der Paritäten ermöglicht den Revenue Managern, Angebote dort zu bewerben, wo sie nach Abzug aller Kosten den meisten Ertrag bringen. Die Strategie lautet: Vielfalt auf der eigenen Website, auf den OTA-Plattformen nur Standardzimmer und -raten. Die OTAs werden erkennen, dass sie für einen Mehrwert ernsthaft mit der Hotellerie verhandeln müssen. Moritz Dietl: Dem Wegfall der Bestpreisklausel sollten Hotels mit einem möglichst ausgewogenen Businessmix bzgl. der Gäste-Segmentierung und einer klaren Revenue- und Schnittstellentechnologie begegnen, denn die Suche nach dem günstigsten Preis wird bei den Kunden weiter zunehmen. So wird der Wettbewerb im Online-Vertrieb insgesamt härter und die Kundengewinnung damit auch teurer werden. syk Ende 2013 ist mit dem Verbot der Bestpreisklausel bei HRS nun eingetreten, womit wohl viele gerechnet hatten. Aber was wird sich ändern? branchenfokus


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