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D-Arzt sichert die Qualität Foto: Thomas Siepmann/pixelio.de karriere Gesundheit fördern Gesunde und aktive Mitarbeiter sind die Basis für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eines jeden Unternehmens. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung können auch kleine Betriebe mithilfe von externen Beratern anbieten. Dieses Engagement gewinnt zunehmend an Bedeutung, denn im Zuge der demografischen Entwicklung werden Arbeitnehmer nicht nur älter, sondern weisen laut Statistik auch längere Fehlzeiten auf. Der Grund: Während jüngere Mitarbeiter meist infolge von Verletzungen und Atemwegserkrankungen ausfallen, stehen bei Älteren Muskel-, Skelett- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vordergrund – Erkrankungen, die vor allem im Zusammenhang mit Übergewicht und Adipositas entstehen. Laut der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS)“ sind 67,1 % der Männer und 53 % der Frauen in Deutschland übergewichtig, davon 18,9 % der Männer und 22,5 % der Frauen sogar adipös. Konzepte zur nachhaltigen Gewichtsreduktion und Lebensstilveränderung spielen daher beim betrieblichen Gesundheitsmanagement eine maßgebliche Rolle. Sie verbessern den Gesundheitszustand der Mitarbeiter, steigern das Wohlbefinden, fördern die Leistungsfähigkeit, verringern die Belastungen und führen generell zu einer Optimierung des Betriebsklimas. Die Vorteile für Unternehmen liegen auf der Hand: Fehlzeiten werden gesenkt und Produkt- bzw. Servicequalität durch leistungsstärkere und motiviertere Mitarbeiter verbessert. Zugleich haben Maßnahmen zur Gesundheitsförderung einen positiven Effekt auf das Image des Unternehmens. Über 48 Mio. Menschen stehen bei Arbeits- und Wegeunfällen unter dem Versicherungsschutz der Berufsgenossenschaften. Ein wichtiger Teil ist das Durchgangsarzt- Verfahren („D-Arzt-Verfahren“). Hierbei stellen bundesweit ca. 3.500 unfallmedizinische Chirurgen und Orthopäden in besonders ausgestatteten Einrichtungen die medizinische Erstversorgung sicher. Den D-Arzt muss aufsuchen, wer nach einem Arbeits- oder Wegeunfall arbeitsunfähig ist und vermutlich über eine Woche behandelt werden muss, Heil- und Hilfsmittel erhält oder an den Folgen erkrankt ist. Der D-Arzt entscheidet nach dem Unfall über die weitere Behandlung und informiert die Berufsgenossenschaft. In jedem Betrieb sollte die Adresse des nächsten D-Arztes – z. B. unter http://lviweb. dguv.de – bekannt sein und am besten neben den Infos zur Ersten Hilfe aushängen. www.bgn.de Gesundheitsmanagement lässt sich auch für kleine Betriebe effektiv umsetzen. Betriebliche Krankenversicherung? Besonders in kleinen und mittleren Unternehmen kann der Ausfall eines Mitarbeiters zu empfindlichen Störungen im Betriebsablauf führen. Daher muss es im Interesse eines jeden Betriebs liegen, für Arbeitssicherheit und bestmöglichen Gesundheitsschutz zu sorgen. Gesundheitsprävention ist hier eine Option, doch der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen spart dieses Thema nahezu aus. Eine betriebliche Krankenversicherung bietet vor diesem Hintergrund nicht nur mehr Möglichkeiten der Gesundheitsprävention, sondern auch eine bessere medizinische Versorgung arbeitsunfähiger Arbeitnehmer und damit eine erhebliche Verkürzung der Genesungszeit. Darauf weist die ETL Adhoga, ein Steuerberater-Verbund für das Gastgewerbe, hin. 
Zusätzlich sind betriebliche Krankenversicherungen für Mitarbeiter in der Gastronomie auch steuerlich attraktiv. Der Leistungsumfang der betrieblichen Krankenversicherung, die Unternehmen für ihre gesetzlich krankenversicherten Mitarbeiter abschließen können, ist flexibel und individuell gestaltbar. Das Spektrum reicht von einer Zahnzusatzversicherung bis hin zu vereinbarten Zusatzleistungen im ambulanten oder stationären Bereich. Die vom Arbeitgeber Wichtige Pluspunkte im Employer Branding sammeln Unternehmen mit einer betrieblichen Krankenversicherung. gezahlten Beiträge zur betrieblichen Krankenversicherung sind dabei lohnsteuer- und beitragsfrei, wenn sie den monatlichen Betrag von genau 44 € nicht überschreiten. „Zu beachten ist jedoch: Die 44-E-Grenze gilt für alle in einem Monat gewährten Sachbezüge“, erläutert Erich Nagl, Vorstand der ETL Adhoga Unternehmensberatung. Erhält ein Arbeitnehmer z. B. auch noch einen Tankgutschein und wird dadurch die festgesetzte Grenze überschritten, sind die gesamten Sachbezüge lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber ausschließlich für den Versicherungsschutz zahlt. Eine alternative Geldzahlung kann der Arbeitnehmer schließlich nicht verlangen. www.etl-adhoga.de 56 12/2013


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