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Fotos: Papstar, Messe Düsseldorf an den Sortimenten. Dabei hilft uns auch, dass wir seit Jahren die Pappen der Marke Pure mit Öko-Strom produzieren und dabei zeitgleich an zwei Bahnen leistungsfähig arbeiten. Umweltmaßnahmen wirken nur, wenn sie über Einzelmaßnahmen hinaus eine hohe Marktdurchdringung haben. Wie überzeugen Sie Hotels von der Nutzung nachhaltiger Pro-dukte? Arbeiten Sie hier auch mit anderen Unternehmen zusammen? Uns ist es zwar möglich, dem Endverbrau-cher von der Produktseite her eine 100 %ige ökologische Lösung anzubieten. Bei der Entsorgung können wir aber nur an die Ei-genverantwortung appellieren, und wir ver-suchen hier innerhalb unserer bestehenden Kommunikationsmöglichkeiten (Werbung/ PR) auf die Branche einzuwirken. Dazu ge-hört auch, dass wir uns seit Jahren auf den wichtigen deutschen Gastronomiemessen vor allem unsere nachhaltigen Markenkon-zepte präsentieren, mit Gastronomen und Hoteliers ins Gespräch kommen und ihnen zeigen, dass ökologisch sinnvolle Lösungen in vielen Bereichen nicht schlechter, son-dern teilweise sogar besser sind als die bis-her gebräuchlichen Artikel. Zudem arbeiten wir kontinuierlich mit namhaften Entsor-gungsbetrieben Eric Eiser zusammen und setzen auf Prestigeprojekte mit Großabnehmern, die wegen der separaten Produktsammlungen leichter einen vollständigen Stoffkreislauf herstellen können. Wir kooperieren letztlich mit Herstellern aus den verschiedensten Be-reichen, gerade zum Thema „nachhaltiges Grillen“, und sind Dehoga-Premiumpartner. Vor wenigen Jahren hat die Hotellerie eine Nachhaltigkeitswelle erfasst, die zunächst von vielen Absichtserklärungen geprägt war. Wie schätzen Sie die nachfolgenden Ent-wicklungen heute ein? Welche Wege sollten Hotels künftig stärker fokussieren, z. B. auch im Bereich Zertifizierungen? Die Nachhaltigkeitswelle ist nach wie vor im Rollen, nur hat sie teilweise etwas an Schwung verloren. Denn leider ist es immer noch so, dass Gutes und Sinnvolles nicht mehr kosten darf. So fehlt es hier vielfach am Willen oder teilweise auch am Können, etwas zu investieren. Dabei ist es für Un-ternehmen wichtig, kein „Greenwashing“ zu betreiben, sondern ehrlich und konti-nuierlich zu versuchen, die eigenen Öko- Leistungen zu verbessern, indem sie sich z. B. Ziele im Ressourcenverbrauch oder im Austausch gegen ökologisch sinnvollere Produkte setzen. Dies zu dokumentieren und veröffentlichen könnte wiederum durch eine übergeordnete Initiative erfolgen. Eine einheitliche ökologische Bewertung in der Hotellerie, z. B. über ein Zertifikat, wäre hier eine zielführende Lösung. In den Niederlan-den gibt es bereits interessante Ansätze wie den Green Key. Andere Zertifizierungen wie FSC sind für mich eine Hausaufgabe an uns Hersteller, denn hier sollte sich der Hoteli-er auf seine Lieferanten verlassen können, die ihm adäquate Lösungen anbieten. Vielen Dank für das Gespräch. syk Neue LichtBlicke Die EuroShop, The World‘s Leading Retail Trade Fair, öffnet vom 16. bis 20. Februar 2014 auf dem Düsseldorfer Messegelände ihre Tore. Erstmals wird die Messe über 110.000 m² Fläche belegen und 16 Messehallen umfassen. Ein Be-reich, der auf der kommenden EuroShop besonders im Fokus steht, ist der Beleuch-tungssektor. Denn mit Licht ist es auf be-sondere Weise möglich, z. B. die Lobby in Szene zu rücken, andererseits dient es als Mittel, um die Beleuchtung – angesichts der steigenden Energiepreise – effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Die LED-Technologie verbindet dabei heute mehr denn je Emotion und Effizienz. Die Her-steller haben in den letzten Jahren daran gearbeitet, die Performance der digitalen Lichttechnik weiter zu steigern, parallel dazu aber auch der konventionellen Licht-technologie noch mehr Leistung zu ent-locken. Die längere Lebensdauer und der geringere Energieverbrauch der LEDs sind dabei zusätzliche Vorteile, die die höheren Anschaffungskosten relativieren. Dies und vieles mehr werden die Aussteller auf der Messe zeigen. LED entfaltet hier sein volles Leistungsspektrum gerade in Verbindung mit digitalen Steuerungssystemen, die da-für sorgen, dass das gewünschte Licht zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und in der exakten Dosis eingesetzt wird. Bei der Beleuchtung spielen aber nicht nur Leuchten und Leuchtmittel eine tragende Rolle, der Bedarf an Dienstleistungen etwa in Form von Lichtplanungen wächst. Lichtplaner und Designer, die sich auf Lichtkon-zepte spezialisiert haben, erhalten mit der „Lighting Designers‘ Zone“ erst-mals eine eigene Plattform in zentraler Lage der Halle 11. Hier bietet sich dem Fachpublikum die Möglichkeit, sich be-züglich individueller Lichtdesign-Lösun-gen beraten zu lassen. Die EuroShop 2014 ist für Fachbesucher von Sonntag bis Donnerstag täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. www.euroshop.de energiesysteme


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