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Fotos Ehrgeiz den Grenzrekord von 24 kW für das Hotel erreicht. „Als wir mit dem Umbau der Küche von Gas auf Induktion umgestellt haben und die Zahl der Geräte erhöhten, sind wir von einer Spitze von 80 kW aus-gegan-g e n “ , erklärt er. Doch der Koch Florian Jäger weiß inzwischen ge-nau, wieviel er an Spitzen einsparen kann, wenn er dieses oder jenes Gerät erst in die-ser oder jener Produktionsphase einsetzt. Zudem hat er im ganzen Haus weitere Maß-nahmen initiiert – von der großflächigen Installation energiesparender Leuchten bis hin zur Waschküche, die nach 16 Uhr nicht mehr genutzt werden darf. „In dieser Zeit sind eben die meisten Gäste in den Zimmern und bereiten sich durch die Nutzung etlicher Geräte auf den Abend vor“, betont er, und Norbert Wittke, der selbst über die Ergebnisse erstaunt ist, ergänzt: „Man sieht, was sich erreichen lässt, wenn man die Gegeben-heiten vor Ort ausreizt. Letztlich muss aber jedes Haus für sich entscheiden, wann es je nach Ausrichtung und Angebot die Grenzen des eigenen Komforts erreicht sieht.“ Für Hermann Haller, Inhaber des Haller Genuss & Spa Hotel in Mittelberg, ist diese Selbsteinschränkung z. B. nicht vorstellbar. In seinem modernen Panoramabau mit 55 Zimmern und dem 1.300 m² großen AlpinSpa setzt er lieber auf einen Komfort- und Sicher-heitspuffer von 150 kW Grenzleistung – auch und erst recht seit dem Küchenumbau. „Wir etablieren derzeit eine Gourmetküche. Dabei will ich unseren Küchenchef nicht durch zu Strom gezielt verteilen und Lastspitzen vermeiden? Beim intelligenten Energiemanagement wird Energiesparen beinah zum Sport. Das Kleinwalsertal und Obermaiselstein zeigen, wie es geht. energiesysteme 12/2013 39


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