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2010 waren es 150. Dabei werden heute pro Monat durchschnittlich zehn Lie-ferantengespräche pro Abteilung im Hotel geführt, die im Mittel 30 Min. dauern und von de-nen lediglich 28 % proto-kolliert und festgehalten werden. Dies stellt gegenüber 2010 ebenfalls eine leichte Ver-besserung der Situation dar: So dauerten 2010 Lieferan-tengespräche im Schnitt 60 Min., von denen 90 % kaum oder gar nicht festgehalten wurden. Potenziale In der aktuellen Studie wurden Hotels außerdem ge-fragt, 67,1 % welche Kriterien notwen-dig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben und welche Instrumen-te zur Einkaufsoptimierung genutzt werden sollten. Nach Auffassungen der befragten Hotels hängt die künftige Wett-bewerbsfähigkeit gleichsam an Kostensen-kungen und Qualitätssteigerungen der ein-gekauften Waren und Dienstleistungen. Die Ziele, die die Hotels im Einkauf verfolgen, stimmen überwiegend mit den Kriterien überein, die von den Hotels als zukünftige Erfolgsfaktoren in der Hotellerie betrachtet werden. Dabei stehen Kosteneinsparungen oder die Vermeidung von Kostensteigerun-gen sowie die Qualitätssteigerung auch Produkten und Dienstleistungen sowie die Konzentration von Lieferanten an Bedeu-tung. Alle vier Kriterien dürften für die künftige Wettbewerbsfähigkeit entschei-dend werden. Online überholt Telefon Um der Entwicklung von Einkaufsstrategien auf den Grund zu gehen, wurden in der Studie Aussagen zu Bestellwegen, -verfah-ren und -häufigkeiten erhoben. Dabei hat nach den aktuellen Ergebnissen erstmals der Bestellweg über E-Mail die telefonische Bestellung überholt (vgl. Grafik S. 12 r.). „Der Trend in Richtung Elektronik, E-Pro-curement- Systeme und Online-Bestellungen hat sich fortgesetzt, die digitale Revolution ist im Einkauf angekommen. Elektronischen ‚Werkzeugen‘ im Einkauf gehört die Zukunft – sie machen Prozesse schlanker und schnel-ler, und wer sie nicht nutzt, hat über kurz oder lang einen Nachteil gegenüber seinen Wettbewerbern“, erklärt Jochen Oehler. Konzentration der Lieferanten In Bezug auf das Lieferantenmanagement gibt es weitere Konzentrationsprozesse: So stehen die fünf wichtigsten Lieferanten für 53 % (2010: 43 %) des durchschnittlich be-schafften Einkaufsvolumens. Bemerkens-wert: 2012/2013 decken 27 % der Lieferan-ten 80 % des Einkaufsvolumens ab. 2010 wurde das gleiche Volumen noch von dop-pelt so vielen Lieferanten (54 %) abgedeckt. „Die Konzentration führt zu weniger Ver-waltungsaufwand und einer besseren Basis für Preisverhandlungen“, betont Jochen Oehler. Laut Studie hat ein Hotel heute im Schnitt rund 90 Lieferanten zu „managen“, marktforschung an oberster Stelle der Ziele (vgl. Grafik o.). Infolgedessen haben zwei Drittel der Be-triebe das Ziel, ihren Lieferantenstamm weiter zu straffen und die Einkaufsabläufe zu verbessern. 39,7 % der befragten Hotels verfolgen außerdem das Ziel eines nach-haltigen Einkaufs, der nach den Kostenein-sparungen und Qualitätssteigerungen als drittes wichtiges Kriterium im Hinblick auf die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit ge-sehen wird. 75 % der Hotels geben zudem an, künftig durch die regelmäßige Durch- Kostensenkung Erhöhung der Transparenz Einkauf nachhaltiger Produkte Reduzierung der Lieferanten Qualitätssteigerung der eingekauften Ware Verbesserung der Einkaufsabläufe 27,4 % 39,7 % 58,9 % 63,0 % 65,8 % Ziele im Einkauf (Mehrfachnennungen möglich) Mit 67,1 % rangiert der Preis noch immer beim Ziel des Einkaufs auf Platz 1. Ihm folgt aber dicht die Qualitäts-steigerung der eingekauften Ware (65,8 %). Quelle: Progros-Trendstudie „Hoteleinkauf 2012/2013” NORWEGISCHE FJORDFORELLE. DER GEHEIMTIPP FÜR IHRE KÜCHE. MILDER GESCHMACK EINZIGARTIGE HERKUNFT GARANTIERTE QUALITÄT FETTARMER GENUSS FESTES FLEISCH TIEFROTE FARBE 4 BIS 6 KILO GEWICHT www.norwegenfi sch.de PREMIUM-GENUSS FÜR IHRE GÄSTE.


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