Marktforschung: Potenzial Einkauf

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Potenzial Einkauf Einkaufsorganisation marktforschung Wir nutzen zusätzliche Einkaufsunterstützung durch eine Einkaufgesellschaft, Zentraleinkauf. 73 % Ein Viertel der Hotels in Deutschland führt keine Rechnungskontrolle ihrer eingekauften Waren durch – und das, obwohl 29 % der Gesamtkosten eines Ho-tels direkte Einkaufskosten sind. Die Zahl der Lieferanten pro Hotel wurde drastisch abgebaut und im Vergleich zu 2010 um die Hälfte reduziert. Diese und viele weitere In unserem Unternehmen ist der Einkauf in der Hotelleitung/ dem Top-Management verankert. Ergebnisse hat die aktuelle große Progros- Trendstudie „Hoteleinkauf 2012/2013“ ergeben. Erfragt wurde das Einkaufsver-halten eines repräsentativen Querschnitts der führenden Hotellerie mit Unterstützung des FBMA, der HDV und des Hotelver-bands Deutschland (IHA). Die wissen-schaftliche Leitung der Studie lag zum ersten Mal bei Prof. Dr. Christian Buer, Abteilungsleiter der Tourismuswirtschaft an der Hochschule Heilbronn. Dass rund zwei Drittel aller deutschen Hotels weder Einkaufsrichtlinien haben noch Ausschreibungen durchführen, ist vor allem vor dem Hintergrund bedenk-lich, dass rund ein Drittel der Gesamt-kosten eines Hotels in den Einkauf fließen. Ad hoc-Bestellungen und Spontankäufe tätigen 12 % der Hotels (2010: 11 %, vgl. Gra-fik S. 12 l.), während die Hälfte aller Betriebe nach definierten und standar-disierten Abläufen be-stellt und 38 % den Einkauf über Rah-menverträge durch-führt. Dabei verfügen 84 % der Hotels über dezentrale Einkaufsstruk-turen (vgl. Grafik l.), im Jahr 2010 waren es nur 68 % der Hotels, die den Einkauf von den direkten Bedarfsträ-gern im Hotel haben dezentral durchführen lassen. Eine zentrale Organisation des Einkaufs im Hotel geben 40 % der Betriebe an (2010: 57 %). Eine Einkaufsunterstützung durch eine Einkaufsgesellschaft nutzen nach dem aktuellen Ergebnis 73 % der Hotels, in 2010 waren es 63 %. Die deut-schen Hotes haben aber den Nachholbedarf erkannt, denn 43 % aller Hotels bieten heu-te Weiterbildungsmaßnahmen im Einkauf an – dies waren in der Vorgängerstudie nur 10 % der Hotels. Zudem sehen 85 % der Be-fragten die Notwendigkeit zur TCO-Analy-se (= Total Cost of Ownership/Gesamtbe-triebskosten), die neben den Anschaffungs-kosten auch die laufenden Kosten sowie die Nutzungsdauer einer Ware oder Dienstleis-tung berücksichtigt. „Die Ergebnisse sind ein Hinweis darauf, dass Hoteliers erken-nen, dass die preisorientierte Sicht des Ein-kaufs immer mehr in den Hintergrund tritt und Kriterien wie Service, Logistik, Qua-lität, Garantiefristen etc. ebenso wichtige Parameter im Beschaffungsprozess sind“, bemerkt Jochen Oehler, Geschäftsführer von Progros. Kostensenkung und Quali-tätssteigerung sind die beiden wichtigsten Kriterien für Hotels in Zukunft. Zunehmend gewinnen die nachhaltige Beschaffung von 40 % der Hotels kennen ihren Einkaufserfolg nicht, weil sie ihn nicht messen. Die Progros-Trendstudie Hoteleinkauf zeigt in diesem Jahr deutliche Potenziale auf. Der Einkauf ist nach Warengruppen organisiert. Der Einkauf ist zentral für das Hotel organisiert. Der Einkauf ist zentral über die überge-ordnete Hotelkette/Zentrale organisiert. Der Einkauf wird direkt von internen Bedarfsträgern durchgeführt. 63 % 72 % 67 % 57 % 47 % 68 % 87 % 79 % 40 % 44 % 84 % 2010 2012 Im Gegensatz zur Studie 2010 ist der Einkauf inzwischen bei 87 % der Unternehmen im Hotel-leitungs-/ Top-Managementbereich angesiedelt, was einem Plus von 20 % entspricht. Quelle: Progros-Trendstudie „Hoteleinkauf 2012/2013” 10 12/2013


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