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Versicherungstipp Den Gau versichern Von Behörden angeordnete Maßnahmen bei meldepflichtigen Infektionskrankheiten reichen von Tätigkeitsverboten für einzelne Mitarbeiter sowie Desinfektionsmaßnahmen über die Vernichtung von Warenvorräten bis hin zu Betriebsschließungen. Dabei genügt schon der Verdacht. Die dadurch anfallenden, Volker Begas aber auch weiterlaufenden Betriebskosten summieren sich schnell auf sechsstellige Zahlen – der Imageverlust durch Presseberichte und ein zurückhaltenderes Buchungsverhalten ist kaum zu beziffern. Angesichts des nicht zu verachtenden Schadenpotenzials verwundert es, dass viele Hotelbetriebe dagegen bislang keine Vorsorge getroffen haben. Der Versicherungsschutz hierfür ist mit ca. 500 E pro Jahr bei einem Haus mit 2 Mio. E Jahresumsatz nicht allzu teuer. Versichert gilt die auf Basis des Jahresumsatzes vereinbarte Tagesentschädigung. Der Haftungszeitraum beträgt normal 30 Tage – innerhalb dieses Zeitraums ist der Betrieb erfahrungsgemäß wieder neu zu organisieren. Neben der vereinbarten Tagesentschädigung leisten solche Policen auch für fortlaufende Lohnkosten bei Tätigkeitsverboten gegen Mitarbeiter, für verdorbene Waren und Noroviren haben kürzlich ein Ostsee-Hotel lahmgelegt. Wären Sie gegen die Folgen versichert? Vorräte, für Desinfektionskosten an Waren, Vorräten und Betriebsräumen sowie für Ermittlungs- und Beobachtungskosten. Dieser Standardschutz ist über Spezialmakler um wichtige Bausteine zu erweitern: der Berücksichtigung saisonaler Umsatzspitzen (mehrfache Tagesentschädigung), Werbekosten zur Imagewiederherstellung nach einer Schließung, Versicherungsschutz bei Arbeitsunfähigkeit Beschäftigter auch ohne Kenntnis der Behörden und der Verlängerung der Entschädigungsleistung auf 60 Tage. Im übrigen können durch solche Ereignisse auch Haftpflichtansprüche erkrankter Gäste ausgelöst werden, wie Behandlungskosten, Verdienstausfälle, Schmerzensgeld, entgangene Urlaubsfreuden etc. Voraussetzung ist ein Verschulden des Hotels – z. B. mangelhafte Hygienezustände oder zu späte Reaktion auf Verdachtsfälle. Für diese Forderungen tritt üblicherweise die Betriebshaftpflichtversicherung ein. Sofern ein Verschulden des Hoteliers vermutet wird, können strafrechtliche Ermittlungen folgen. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob er selbst oder z. B. der Lieferant für verdorbene Waren verantwortlich ist. Über eine Spezial- Straf-Rechtsschutz-Versicherung, die bereits im Ermittlungsverfahren greift, kann man sich mit professioneller Unterstützung und ohne Kostenrisiko gegen Vorwürfe dieser Art verteidigen. Fazit: Egal ob Frühstückspension, Urlaubsresort, Tagungshotel oder Sterneküche – vorbildliche Hygiene, die Beachtung behördlicher Vorgaben und für den Notfall konkret festgelegte Vorgehensweisen sind durch keine Versicherung zu ersetzen. Trotzdem eintretende Störfälle bleiben jedoch kaum kalkulierbar und sollten daher über leistungsfähige Versicherungsbausteine abgefedert werden. Volker Begas, GGF der Mosaic Versicherungsmakler, www.hotelversicherer.de Foto: privat die messe Auf der Ambiente besucht man die Welt. Man besucht Möglichkeiten. Chancen. Internationale Trends. Präsentiert von über 4.700 Ausstellern. Auf der wichtigen Contract Business-Plattform besucht man eine Vielfalt an Ideen für ganzheitliche Lösungen und Horeca-Produkte. Man besucht die richtigen Partner für Projekte. Man besucht die Zukunft. Wann besuchen Sie die Messe? Exklusive Vorabinformationen: Jetzt registrieren unter contract-business. messefrankfurt.com 7. – 11. 2. 2014


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