Karriere - Lehrstellen statt Leerstellen

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Lehrstellen statt ? Foto: © WavebreakmediaMicro – Fotolia karriere Dass der raue Ruf des Gastgewerbes nicht an den Haaren herbeigezogen ist, wird schnell deutlich, wenn man Auszubildende über unattraktive Arbeits-zeiten, die Missachtung des Jugendschutz-gesetzes, wenig Interesse an der Wissen-vermittlung und eine geringe Bezahlung klagen hört – ein schlechtes Image, das sich die Branche überhaupt nicht leisten kann. Laut dem Bundesinstitut für Berufs-bildung (BIBB) zum Entwurf des Berufsbil-dungsberichts 2013 der Bundesregierung ist die Zahl auf dem Ausbildungsstellen-markt zwar weiterhin gut, doch speziell im Gastgewerbe sei der Anteil an unbesetz-ten Azubi-Stellen hoch, und die Zahl der vorzeitigen Vertragslösungen und Ausbil-dungsabbrüche wachse dramatisch. Fast 50 % der angehenden Köche sowie Restau-rant- und Hotelfachkräfte brechen die Aus-bildung ab – im Branchenvergleich eine der höchsten Wer-te. Ein alarmierender Trend, denn die unbesetzten Ausbil-dungsplätze von heute sind die feh-lenden Fachkräfte von morgen. Mit Maßnahmen wie der Initiative „Wertschätzende Ausbildung“, die der BHG Dehoga Bayern vor über einem Jahr ins Leben gerufen hat, will der Dehoga u. a. dazu beitragen, die Aus-bildungsqualität zu verbessern. Dabei soll bei den Teilnehmern die Verbundenheit mit dem Betrieb so früh wie möglich über ein Schnupperpraktikum hergestellt werden. Nach Ausbildungsbeginn wird dem Azubi außerdem ein Pate zur Seite gestellt, der ihm bei dem Schritt vom Schul- ins Berufs-leben zur Seite steht. Die Vizepräsidentin Angela Inselkammer legt diesen „Fahr-plan“ der wertschätzenden Ausbildung ih-ren Kollegen mit Nachdruck ans Herz: „Zu allererst müssen wir unsere Hausaufgaben machen und dringend alle Kollegen mit ins Boot holen. Unsere Initiative für einen wert- 64 11/2013


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