Regionaler Allrounder

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Fotos Regionaler Allrounder Wer saß, aß, was er bekam. So lässt sich kurz und bündig das vielerorts angebotene Frühstück im Hotel bis in die 1980er Jahre hinein beschreiben. Auf dem Brot landete dabei oft irgendeine Kon-fitüre, die auf dem Tisch stand und danach in den Schwingeimer geworfen wurde. Erst mit dem Einzug der Buffets sollte Bewegung ins Hotelfrühstück kommen: „Hierbei traten wir nun mit unseren Konfitüren beim Gast in den offenen ,Wettbewerb‘ um eine Vielzahl an süßen und herzhaften Angeboten“, erin-nert sich Thomas Faller (Foto), Geschäftsfüh-rer der Konfitürenmanufaktur Alfred Faller in Utzenfeld. „Für uns war dies ein Glücksfall, indem wir unsere Beratungskompetenz de-monstrieren konnten.“ Das vergleichsweise kleine Unternehmen im Schwarzwald punk-tete nicht nur mit einer großen Auswahl an natürlich zubereiteten Standard- und Son-dersorten, sondern produzierte bald auch eigene Präsentationssysteme, die Hotels bis lichte auch die Frischlagerung von Früchten. Seit 1991 ist der Enkel Thomas Faller im Unternehmen und vollzog 1999 aus Kapa-zitätgründen den Umzug der Verwaltung nach Utzenfeld. 2007 folgte auch die Pro-duktion in das umgebaute Werk. Hier wer-den ganzjährig aus den Früchten und Bee-ren vom benachbarten Kaiserstuhl und dem Markgräflerland sowie aus internationaler Herkunft täglich über 80 Kupferkessel Konfitüre gekocht – noch immer handgerührt, mit Apfelpektin statt industriellem Gelier-zucker versetzt und ohne Konservierungs-, Farb- und Aromastoffe. Danach werden sie in Alu-Portionspackungen, Mini-Gläsern, im 900-ml-Glas oder im Großgebinde direkt abgefüllt und per Hand mit dem bekann-ten Ziertuch versehen. „Wir setzen noch immer einzig auf den Direktvertrieb. Das ermöglicht uns ein großes Sortiment aus ca. 50 Standard- und 62 Sondersorten sowie die spezielle Beratung“, berichtet Thomas Faller, den man bis heute täglich im weißen Labormantel im Unternehmen antrifft. Rund 10.000 Kunden, von der kleinen Familien-pension bis zur großen Hotelkette sowie eini-ge GV- und ausgewählte LEH-Abnehmer, werden damit europaweit beliefert. Ab 100 kg sind auch individuelle Sorten möglich, wie der Kin-derfruchtaufstrich „Freche Früchtchen“ für die Travel Charme Hotels oder die Kürbiskonfitüre für das Bell Rock im Europa- Park Rust. Seit kurzem lädt die „Konfitürenwelt“ als neuer Showroom auch Touristen und Unternehmen zur Besichtigung nach Utzenfeld ein. Dabei kommen inzwischen auch viele Hotelgäste zusammen, die er-leben, wie natürlich ihre Hotelfrühstücks-konfitüre entsteht. „Für uns ist diese Natürlichkeit schlicht selbstverständ-lich, denn wir haben noch nie anders gearbeitet“, betont Thomas Faller. syk www.fallerkonfitueren.de Individuelle Sorten, Direktvertrieb und eigene Präsentationssysteme – Faller Konfitüren fährt seit 100 Jahren ein nachhaltiges Komplettprogramm auf. heute für die Dauer des Konfitürenbezugs bereitgestellt werden. „Für die Holzgestelle beschäftigen wir den Schreiner um die Ecke, für die Acrylmodelle einen kleinen Hersteller im nächsten Ort“, berichtet Thomas Faller. Zudem gibt es Müsli- und Honigspender mit eigenen Müslimischungen und Beschilde-rungssystemen. Das Design übernimmt ein hauseigener Grafik-Designer. Das „Alles-Selbst-Machen-Prinzip“ mit res-sourcenschonenden Materialien zieht sich bei Faller Konfitüren seit nun 100 Jahren wie ein roter Faden durch die Entwicklung. Alf-red Faller hatte 1913 mit seiner Frau im Kolo-nialwarenladen damit begonnen, das nicht-verkaufte Obst zu Konfitüre zu verarbeiten – handgerührt im offenen Kupferkessel. Die süßen Aufstriche fanden schnell Abnehmer, und der Betrieb im nahe-gelegenen Schö-nau wurde in den folgenden Jahr-zehnten immer wieder erweitert. Der Bau eines Tief-kühlhauses durch seinen Sohn 1973 er-m ö g - Foto: Konfitürenmanufaktur Alfred Faller food


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