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Abwägen gefragt fen. Sie sind aber vor allem eines: Betreiber, die ihr Unternehmen langlebig und nachhaltig ange-legt haben, die Arbeitsplätze im Mittelstand schaffen, die Steuern abführen. Es wäre falsch, nun alle über denselben Kamm zu scheren und den Serviced Apart-ments durch ein Gesetz den Todes-stoß zu verpassen. Stattdessen ist ein konstruktiver Dia-log zwischen den Betroffenen, wie sie sich schon in der Apartment-allianz gefunden haben, und Behör-den wichtig. Eine Lizensierung, wie es sie auch in Österreich oder Spanien gibt, wäre ein Mittel: Betreiber kön-nen so die betroffenen Apart-ments weiter gewerblich nutzen, Neuzulassungen wären aber aus-geschlossen. Ein wertvolles, auf-strebendes Segment mit seinen vielfältigen Ausprägungen blie-be der Hotellerie und den Gästen erhalten. Ein gesundes Abwägen ist dringend gefragt. Die deutsche Sprache kennt verdammt sperrige Wörter. Beispiel gefällig?: Zweckent-fremdungsverbotsverordnung. Eine solche Verordnung soll in Berlin die Zweckentfremdung von Mietwohnungen sowie spe-kulativen Leerstand bekämpfen. Zuvorderst richtet es sich gegen private Ferienwohnungen und könnte noch 2013 nach mehr als einer Dekade Pause wieder in Kraft treten. In München gilt sein Pendant seit 2009, in Hamburg seit 1982. Und auch überall dort, wo Mieten künftig durch die De-cke schießen, wird der Ruf nach einem solchen Gesetz nicht weit sein. Dass die Politik auf die Sor-gen der Bewohner reagiert, ist richtig und gut. Zwischen tau-senden günstigen Wohnungen kann der Tourist auf Peer-to-Peer- Plattformen auswählen, die das „ social travelling“ preisen, wäh-rend die Bürger immer schwie-riger bezahlbaren Wohnraum finden. Doch was „gesellig“ ist, ist noch lange nicht „sozial“. Spätestens dann nicht, wenn sich die Vermieter über einen Zuver-dienst freuen, die Stadtkassen aber leer bleiben, weil – so darf gemutmaßt werden – nur selten Steuern gezahlt werden. Ja, die Unterkünfte mögen das Gefühl von Authentizität vermitteln und attraktiv für viele Reisende sein. Vor allem aber sind sie eine lukra-tive Geldquelle für den Vermieter – und eine Herausforderung für die Städte. Diese Fehlentwick-lung der Wohnraumnutzung zu stoppen, ist eine wichtige politische Aufgabe. Wir beobachten in Berlin aber eine weitere Entwicklung: Lange gab es hier Wohnungen im Überfluss. Wohnungen, in denen niemand leben wollte und die dem Verfall preisgegeben waren. Einige wurden von Privatperso-nen gerettet, oft mühevoll mit ho-hem finanziellen Aufwand, und seither als Serviced Apartments vermietet. Ja: Auch für diese Ver-mieter war und ist es schlichtweg ein attraktives Geschäftsmodell – das so in den letzten Jahren zulässig war. Und ja, vielleicht sind einige Betreiber nicht bis ins klitzekleinste Detail informiert darüber, welche Leistungen sie im Einzelfall (nicht) in ihrem Ser-viced Apartment anbieten dür-catering 39 E * Gewusst wie Catering und Partyservice gastkommentar partyservice Sie wollen zum Jahresende Ihre Kassen mit professionellen Caterings und Partyservice-Angeboten klingeln lassen? Dann holen Sie sich Anregungen und Ideen für die umsatzstärkste Zeit des Jahres in unserem neuen Buch. Auf 230 Seiten finden Sie:  praxisnahe Checklisten und Kalkulationshilfen  kreative Rezeptideen  Expertentipps  effiziente Küchentechnik  Bewährte Erfolgskonzepte  Deko-Erlebniswelten Sichern Sie sich bereits jetzt unser neues Buch für ein erfolgreiches Geschäft mit Caterings & Partyservice. gewusst Erscheinungstermin: November 2013 BESTELLEN SIE HIER ISBN 978-3-928709-18-7 www.gastroinfoportal.de/fachbuecher * inkl. MwSt. und Versandkosten innerhalb Deutschlands. B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Versand wie ins Ausland zzgl. €Augustenstraße 10  80333 München 11,79 Versandkosten. Anett Gregorius, Geschäftsführerin von Boardinghouse Consulting und Apartmentservice.de Der Apartmentmarkt ist in großer Bewegung. Weitere Infos und Trends finden Sie ab Seite 50.


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