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Fotos des Hotels, Allein-stellungsmerkmale) und stimmt die Ele-mente des Marke-ting- Mixes aufeinander ab, z. B. Produkt- u. Preisge-staltung, Ausstattungs-politik, Prozessmanagement. • Der Betreiber eines Hotels muss nicht zwangsläufig aus ei-ner Person bestehen, auch eine Hotelkette oder Management-gesellschaft kann diese Funkti-on einnehmen. Wichtig ist, dass der Betreiber und sein Personal über die notwendigen Kompe-tenzen verfügen, um Konzept und Positionierung am ausge-wählten Standort glaubwürdig und sachkundig umzusetzen. • Der Immobilieneigentümer kann als 4. Element des strategischen Fits angesehen werden, da – wie bei internationalen Ho-telketten zunehmend üblich – Betrieb und Eigentum getrennt sind. Als Betreiberimmobilien besteht bei Hotelobjekten ein direkter Zusammenhang zwi-schen operativer Betriebsper-formance und Immobilienwert. Trotz der Einfachheit wird der strategische Fit in der Praxis oft missachtet: So werden Hotels z. B. von einem solventen In-vestor als Prestigeobjekt viel zu groß oder viel zu wertig gestaltet, obwohl die Destination kein aus-reichendes Potenzial aufweist. Andere Betriebe kämpfen trotz großer Konkurrenz mit „Aller-weltsprofil“ und Rabattschlach-ten um Gäste. Und wiederum andere scheitern daran, dass ein Stadthotel-geprägter Betreiber die Führung eines Ferienhotels übernimmt. Faktor Ausgleich Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. In diesem Sinne müs-sen sich bestehende Hotels heute kontinuierlich neu erfinden, um den Anforderungen des Marktes und der Gäste zu entsprechen. Auch für diese Betriebe lohnt sich daher eine kritische Überprüfung der eigenen Aufstellung an den Kriterien des strategischen Fits. Ein herausragendes Konzept oder hohes persönliches Engage-ment des Betreibers können z. B. Schwächen des Standorts kom-pensieren und ein beträchtliches eigenakquisitorisches Potenzial entfalten. So können besonders individuell geführte Ho-tels auch an ungünstigen Standorten einen wichtigen Grundstein für den Erfolg legen. Dass allein eine gute Produkt- Hardware noch lange nicht für einen erfolgreichen Hotelbetrieb sorgt, zeigt das Beispiel Heiligen-damm: ein ansehnliches Grand Hotel im Luxussegment, das aber an einem touristisch eher schwa-chen Standort und ohne ausrei-chende, für dieses Segment er-forderliche Infrastruktur keinen zufriedenstellenden RevPar er-reichte. Für Schlagzeilen sorgte der Betrieb vor allem durch den schwelenden Streit zwischen Eigentümer, einem geschlosse-nen Immobilienfonds, und der Managementgesellschaft. Trotz weltweiter Publicity durch den G8-Gipfel und der Trennung vom Betreiber wurde auch in den Folgejahren kein angemessenes Ergebnis erzielt – Insolvenz und Verkauf waren die Folge. Fazit: Standort, Betreiber, Konzept und Immobilieneigentümer waren nicht erfolgswirksam aufeinander abgestimmt. Prof. Dr. Burkhard von Freyberg (Prof. für Hospitality Management an der Fakultät für Tourismus der Hochschule München u. geschäftsführender Gesellschafter von Zarges von Freyberg Hotel Consulting) und Lukas Waldschütz (Seniorberater bei Zarges von Freyberg Hotel Consulting) Quellen: Henschel/Gruner/von Freyberg: Hotelmanagement, München 2013 von Freyberg (Hrsg.): Hospitality Management, Berlin 2010 Waldschütz/von Freyberg/Zarges- Vogel: Akteure von Projektentwick-lungen in der Hotellerie, In: Dörner/ Niemeyer (Hrsg.) Kompendium der der Hotelimmobilie, Köln 2011 Auf die richtige Schnittmenge aus Standort, Betreiber, Konzept und Eigentümer kommt es an. Weil alle anders sind – MICROS Fidelio Suite8 Stellen Sie Ihren Gast in den Mittelpunkt – mit all seinen individuellen Vorlieben. Dank des integrierten CRM-Tools der Fidelio Suite8 ist dies ganz einfach. Die modulare Struktur ermöglicht eine optimale Anpassung an Ihre Anforderungen. Erfahren Sie mehr auf www.micros-fi delio.de/suite8 Die All-in-One-Lösung für ein erfolgreiches Hotelmanagement Besuchen Sie uns auf den Messen: Alles für den Gast Salzburg 9. - 13. November 2013, Halle 02 | Stand 508 igeho Basel 23. - 27. November 2013, Halle 1.1 | Stand E42 Prof. Dr. Burkhard von Freyberg und Lukas Waldschütz zeigen in der neuen Akademiker-Folge die Erfolgsfaktoren für Hotelentwicklungen auf. hotelimmobilien


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