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Fotos: DAD Fotografen & Parkhotel Residence Auch Hans-Joachim Kause bestätigt: „Der Körper reagiert auf Farben, durch Blau z. B. wird er ruhiger und entspannter“. Grün dagegen hat für ihn Signalwirkung: „Grüne Leuchten entlang der Laufzonen leiten die Gäste zu den verschiedenen Bereichen.“ Wichtig ist dem Spa-Planer auch die übrige Beleuchtung: „Bei der Lichtplanung sollte man darauf achten, verschiedene Beleuch-tungsstärken zu integrieren. Zur Reinigung brauchen die Mitarbeiter 100 % Lichtinten-sität, der tägliche Betrieb benötigt nur etwa 63 %.“ In Sachen Beleuchtung empfiehlt Stefan Ghetta zudem auch, zwischen den verschiedenen Bereichen im Spa zu differen-zieren: „Im Saunabereich kann die Beleuch-tung eher dunkel gehalten werden, damit die unbekleideten Gäste sich wohler fühlen“, er-klärt er. „Die Ruheräume vertragen dagegen mehr Licht, z. B. auch von draußen, sonst ent-steht eine gedrückte Stimmung.“ Licht von außen setzt die passende Lage vo-raus, d. h. der Spa-Bereich sollte über ausrei-chend große Fenster verfügen. Hier jedoch sieht Helmut Hilpert in den dunklen Abend-stunden ein Problem: „In der Dunkelheit ver-wandelt sich die Fensterglasfläche in einen Spiegel. Hier ist vorzusorgen, etwa durch Stores und Jalousien oder durch die Beleuch-tung des Außenbereichs.“ Hier ein paar Produktinfos zum Thema: Farbiges Licht gelangt mit den Emolux Far-blichtgeräten von EOS Saunatechnik in den Ruhebereich. Die Modelle 2000-S und 2001- S sind mit einem Einbaurahmen ausgestattet und für den Einsatz in der Sauna geeignet. Die LED-Technologie ermöglicht eine gleich-mäßige Ausleuchtung mit sanften Farbüber-gängen. Dabei können die Geräte Einzel- oder Mischfarben sowie Farbdurchläufe in verschiedenen Programmen erzeugen. Die Vis à vis 1000 Wanne von Trautwein malt mit Diodenstrahlern Regenbogenfarben ins Badewasser. Damit auch die anderen Sinne nicht zu kurz kommen, kann der Acrylkör-per an einen CD-Player angeschlossen und so selbst zum Lautsprecher werden. Die Klangwellenmassage aktiviert Sensorik und Motorik des Körpers. Gleichzeitig besitzt die Wanne die Hydroxeur®-Technik für eine Un-terwassermassagebehandlung. Caparol-Produktmanagerin Natascha Glenz empfiehlt z. B. den Wandbelag Capaver® ElementEffects, der sich mit verschiedenen Anstrichen kombinieren lässt. „Dazu eignen sich Anstriche mit Schutz wie unsere Deco- Lasur oder Capaplex. Gerade im Bereich von Waschbecken oder Toiletten ist ein zusätzli-cher Schutzüberzug für eine bessere Reini-gung sinnvoll.“ Bei der zielsicheren Farbauswahl hilft das Gestaltungshandbuch „Farben der Hotels“ von RAL, erschienen im Callwey Verlag. Die Autoren Corinna Kretschmar-Joehnk, Innenarchitektin bei JOI-Design, und der Farbwissenschaftler Axel Venn bieten darin Inspirationen für alle Bereiche des Hotels. Die Farben des RAL Design Systems dienen als gestalterische Grundlage. Keine Farbe ist im Spa-Bereich gänzlich un-geeignet, doch muss sie zum Gesamtkonzept passen. Die Kombination mit Licht und Um-gebung lässt eine Farbe strahlen – egal ob zurückhaltendes Grün, mutiges Rostrot oder tiefes Schwarz. aho Weitere Bilder und Inspirationen zum Thema unter www.gastroinfoportal/hotel wellness Joachim Kause von Nordholz Design. „Neu-tralität ist nichts für Stammkunden. Sie wol-len sich wohlfühlen und öfter etwas Neues entdecken.“ Er setzt bei der Spa-Gestaltung daher auf Beige sowie Rot- und Brauntöne im mediterranen Stil. Markante Farben und ihre Wirkung finden sich im 7sources Beauty & Spa des Lenker-hof Gourmet Spa Resort im Schweizerischen Lenk im Simmental. Erst im vergangenen Jahr wurde die Anlage komplett saniert, dabei aber die Farbgebung von intensivem Rot und Blau beibehalten. Sie stehen für die Elemente Feuer und Wasser und sollen die Spa-Gäste dafür sensibilisieren. „Wir wollten etwas Atypisches“, erklärt Hoteldirektorin Heike Schmidt. „Die beiden Farben wirken anregend und entspannend und sorgen für ein harmonisches Klima.“ Links vorher, rechts nachher: Das Spa des Parkhotel Residence zeigt, wie sich mit Farben und Formen komplett neue Akzente setzen lassen. INFO 50 10/2013


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