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im Spa-Bereich sein – solange sie zur Kon-zeption passen. „Orientalische Ausrichtun-gen vertragen erdige Farben in Kombina-tion mit Rot und Ocker. Im alpinen Bereich empfehle ich eher kühlere Töne wie Beige in Kombination mit Holz.“ Akzente setzt er z. B. mit grünen Mooswänden oder durchbroche-nen hinterleuchteten Wänden. Ein ähnliches Gestaltungselement ziert den Ruhebereich im neuen Riedlberg Spa des Hotel Riedlberg in Drachselried. Dieses be-steht aus Salzstein, der durch blaue Leuchten akzentuiert wird. „Wir wollten eine Alternative zu den üblicherweise weiß und rosa hin-terleuchteten S a l z s t e i n - wä n d e n “ , erzählt Inha-ber Stephan Blau kühlt, Rot belebt und Braun erdet – Farben wirken auf Körper und Psyche und unterstützen die Erholung im Wellnessbereich. Mühlbauer. „Das Blau im Ruhebereich soll unsere Gäs-te beruhigen.“ Dazu kombiniert er eher farbneutrale rustikale Wasserbetten. Helmut Hilpert, Geschäfts-führer von Hilpert, will grund-sätzlich keine Farbe für den Wellnessbe-reich gänzlich ausschließen: „Jede Farbe hat für sich genommen ein breites Spektrum. Die Farbwirkung hängt oft mehr von der gewähl-ten Nuance ab, als vom Farbton selbst.“ Ein zusammenhängendes Konzept für die unter-schiedlichen Wellnessbereiche entstehe erst durch einen durchgängigen roten Faden. Martina Lehmann vom Caparol-FarbDesign- Studio fasst die Varianten zusammen: „In- Frank Weihermüller vom Inneneinrichter Wellverde: „Hotels sollten im Wellnessbe-reich für mehr Aufenthaltsqualität sorgen, dafür ist ein Sammelsurium an Eindrücken nicht geeignet. Weniger ist mehr, z. B. na-turbelassene Töne wie Weiß und Schlamm.“ Dabei lassen sich mit Komplementär-farben Akzente setzen. „Ein dunkler Holzboden z. B. erdet und vermit-telt Stabilität. Dazu eignen sich Akzente in Grün, die vitalisierend wirken.“ Regenbogen an Möglichkeiten Für den Chefdesigner Stefan Ghetta von Schletterer dürfen es auch kräftige Farben Poolbeleuchtung. WIBRE Elektrogeräte GmbH & Co. KG info@wibre.de +49(0)7131 9053-0 Leingarten/Germany wellness nerhalb einer bestimmten Farbrange sollte je nach Funktionsbereich differenziert werden. So kann im Badebereich mit warmen Farben eine ausgleichende Atmosphäre zum Ele-ment Wasser geschaffen werden.“ Auch die Lage eines Hotels und sein Gästeklientel las-sen sich in die Farbgebung integrieren: „Eine Wellnessoase in der Großstadt kann ihren Gästen Entspannung mit puristischen Farben bieten. Eine Badelandschaft am Urlaubsort für Familien dagegen darf farbiger ausfal-len.“ Die Wirkung der Farben spielt für Mar-tina Lehmann auch hier eine entscheidende Rolle: „Soll in einem Bereich besonders Ge-borgenheit und Ruhe zum Thema gemacht werden, sind warme Far-ben gefragt, ebenso wie dunkle Nu-ancen Erdtöne. Da-gegen zum Thema Regeneration und Erholung auch hellere, frische Farbtöne.“ Weiße Wände als Leinwand Klassisches Weiß ist laut Stefan Ghetta heute in keinem Bereich mehr sehr gefragt. „Die Farbe erinnert zu sehr an das medizinische Umfeld.“ Eine Ausnahme sieht er in der Kombination von Weiß mit Materialien wie Holz oder Leder sowie farbigen Akzenten. „Mit der Kombination aus LED-Beleuch-tung und neutralen Farben können Hotels jeden Tag neue Farbstimmungen kreieren, z. B. je nach Wetter wärmer oder kühler.“ Zu kräftigen Farbakzenten tendiert auch Hans- Made in Germany. Since 1919. www.wibre.de Bild: StarCity Seoul, Korea FSB/aquanale Halle 10.1 Stand D11 22.–25.10.2013 Messe Köln PLDC Stand S03 30.10.–2.11.2013 Copenhagen und pas-sen Anzeige_185x80.indd 1 18.09.13 16:29 10/2013 49


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