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Fotos: Sonnenalp Resort, Konzack hat daher bereits vor drei Jahren mit Blick auf den 100. Geburtstag im Jahr 2019 ihre internen und externen Zielsetzungen fest-geschrieben. „Wir sind kein Familienhotel mit nur 70 Zimmern und müssen daher in anderen Strukturen denken“, erklärt Dr. An-na- Maria Fäßler, die den Betrieb mit ihrem Mann Michael in der vierten Generation be-sitzt und leitet. „Zugleich haben wir als Pri-vathotel nicht so viele Schaufenster wie die Kettenhotellerie und müssen hier vor allem mit dem Faktor Qualität punkten.“ Die Sonnenalp zählt neben 232 Zimmern rund 500 Mitarbeiter, von denen allein 55 Köche in sechs Küchen arbeiten und jede Küche mit einer eigenen Spüleinheit ausge-stattet ist. Bei einem Stammgästeanteil von 80 % gehört zu dieser großangelegten Hotel-anlage neben dem Haupthaus samt Sterne- Restaurant, einem Spa auf 10.000 m², einer Shopping-Passage und einem Kindergarten auch die Weltcup-Hütte, 45-Loch-Golf und Luxus-Alpen-Chalets. Bei dieser Größe und Bandbreite obliegt Achim Liedke die Ausarbeitung und Überarbeitung eines genauen Hygienekontroll-prozesses, die Schulung der Mitarbeiter so-wie der Einsatz der passenden Geräte und Mittel. Intensiv arbeitet er in diesem Sinne an einem Qualitätshandbuch, zudem be-spricht er in Strategiemeetings mit anderen Privathotels und Zulieferpartnern wie Tork, Hobart, Erve-Schuster, Arndt und Honold die geplanten und umgesetzten Prozesse. Dabei geht es auch um die in der Küche mit dem Küchendirektor Christian Troch erstellten neuen Hygienepläne, die in Aushängen ge-nau beschreiben, wie, wann, wo, was zu rei-nigen ist. Anstelle der Putzlappen sind in die-sem Zuge nach der letzten Umstrukturierung auch Papierspenderrollen eingezogen. Fünf Handwaschstationen von der SCA-Marke Tork befinden sich allein in der Hauptküche mit Spendern für Seife, Desinfektionsmittel, Papier- und Premiumhandtücher. Letztere bestehen aus Vliesstoff und haben als hygienische Variante die klassischen Stofftücher abgelöst. „Vliestücher sind gegenüber Stoff-tüchern saugfähiger und schmieren weni-ger. Sie lassen sich genau wie Stofftücher über den ganzen Tag hinweg nutzen, indem sie immer wieder ausgewaschen werden. Am Ende des Arbeitstages werden sie aber entsorgt“, erklärt Uwe Cimander von Tork. Durch den Kontakt mit dem Versorgungs-verbund Igefa wurde der Hygieneprozess-manager auch auf die Initiative „Ein Stern mehr“ von Tork aufmerksam, bei der Häu-ser mit einer hervorragenden Hygiene mit einem Hygiene-Stern auszeichnet werden. „Im Mittelpunkt standen hier nicht Produkte des Unternehmens“, berichtet Achim Liedke. „Vielmehr unterzog uns der Hygie-ne- Prüfer Rainer Nuss einem vierstündigen Check in der Küche, im Spülbereich, den Waschräumen, im Spa und Restaurant, der uns zum Schwitzen brachte.“ Am Ende war die Sonnenalp nicht nur das erste Haus, das den Tork Hygiene-Stern verliehen bekam, sondern sie ist bis heute das einzige Hotel mit der höchstmöglichen Punktzahl. Der Hygiene-Stern ist seitdem an der Rezeption ausgestellt und weckt die Neugier bei den Gästen. „Das Interesse an Hygiene ist bei ihnen in den letzten Jahren gestiegen. Durch unsere Initiativen können wir das Thema endlich mehr nach außen tragen“, betont Achim Liedke. Derzeit arbeitet er an der Zertifizierung mit dem Siegel „Ho-tel Hygiene“ des Hohenstein-Instituts und wird künftig in diesem Rahmen noch stär-ker die Abteilungsleiter und das House-keeping miteinander vernetzen. Hygiene im Prozess – im Sonnenalp Resort bedeutet dies ein allumfassendes Manage-ment, dass echte Qualitätsmaßstäbe setzt. „Doch es bringt auch Umsatz und nicht zuletzt allen Beteiligten Spaß“, ergänzt Dr. Anna-Maria Fäßler. Achim Liedke schätzt diese Unterstützung und das Ver-trauen durch die Geschäftsführung – und hat sich gerade mit der Sonnenalp für den Querdenker-Award, der für Branchen aller Art ausgeschrieben ist, beworben. syk Neue Impulse gewinnen alle Seiten bei den Strategiemeetings mit Hotel- und Industriepartnern. Sonnenalp Resort 87527 Ofterschwang/Allgäu www.sonnenalp.de 44 10/2013


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