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Energie-Partner mit Erfolg: die drei Geschäftsführer der Bioenergie Niederweiler Andreas Hahn, Werner Dimmer und Michael Hauer (v.l.n.r.) sowie die Hoteldirektorin Claudia Arens (r.) MARKENSCHAUFENSTER Senken Sie die Energiespitzen Ihres Unternehmens um bis zu 40%. Mit effizienter und nachhaltiger Energieoptimierung von EHOGA Energieoptimierungskonzepte von EHOGA finden Ihren Einsatz in Hotels & Gastronomie | Wellness & Sauna | Handelsketten & Kantinen | Bäckereien & Metzgereien | Großküchen | uvm. EINFACH. ENERGIE. ERZEUGEN. Energieoptimierungssysteme nergieoptimierungssysteme für Hotellerie & Gastronomie Roggenweg 76 | D - 90768 Fürth Mobil: 0174 - 24 54 515 Fax: 0911 - 34 04 63 05 Email: info@ehoga.com www.ehoga.com Der Maßstab für BHKW bis 50 kW KW Energie GmbH & Co. KG | Neumarkter Str. 157 | 92342 Freystadt T: 09179 96434 - 0 | M: info@kwenergie.de | W: www.kwenergie.de Blockheizkraftwerk) an, das von den Energiewirten betrieben und gewartet wird. Dabei galt es, eine mögliche optische und akustische Beeinträchtigung der Gäste durch das KWK-Kraftwerk zu vermeiden. In einer dem Hotel vorgelagerten Zone wurde daher ein Platz identifiziert, an dem das S-BHKW unauffällig arbeitet. Die im Rahmen eines Lärmschutzgut-achtens errechneten Mindestan-forderungen an die Schallemis-sionen von max. 35 dB konnten durch eine eigens gefertigte Be-tonhaube des BHKW-Herstellers 2G Energy sogar „übererfüllt“ werden – in einer Entfernung von 10 m hört man so nur ein leichtes Summen. Die drei früheren Heiz-zentralen des Resorts – das Hotel-hauptgebäude, die Apartment- Studios und das Konferenzzentrum – wurden über ein neues, ca. 300 m langes Nahwärmenetz direkt an das S-BHKW ange-schlossen. In das Nahwärmenetz wurde auch ein 30 m³ großer Puf-ferspeicher integriert, aus dem zu Spitzenlastzeiten, z. B. morgens durch das parallele Duschen vie-ler Gäste, für ca. zwei Stunden zusätzliche Heizenergie bereit-gestellt werden kann. Zudem tauschte das Team die alte Öl-heizung des Hotels gegen einen neuen 1-Megawatt-Heizölkessel aus. Dieser fungiert heute als redundante Back-up-Lösung für Lastspitzen im Winter und den Notbetrieb, falls das S-BHKW einmal gewartet wird oder aus-fallen sollte. Aufgrund der wei-terhin nutzbaren Öltanks ent-schieden sich die Betreiber aus Kosten- und Zeitgründen für die-se Variante der Absicherung. Ende 2011 startete der Probebe-trieb und An-fang 2012 mit voller Leistung der Dauerbe-trieb. Noch 2009 deckte das Resort den Wärmebedarf von 3,432 Mio. kWh mit 330.000 l Heizöl sowie 20.000 l Propangas ab. Heute zieht es jährlich 3,3 Mio. kWh an Wärmeleistung aus dem S-BHKW, was über 90 % des Eigenbedarfs ausmacht. Da die Temperaturen im Jahresverlauf großen Schwankungen unterlie-gen und auch die Gästezahl stark variiert, bedurfte es einer sowohl Familienbetriebe die Bioenergie Niederweiler GmbH & Co. KG nahe des Dorint Seehotel & Re-sort Bitburg/Südeifel gegründet und eine Biogasanlage mit zwei BHKW gebaut. Da nur ca. 40 % der produzierten Biogasmenge mittels KWK in Strom verwan-delt werden kann, fällt der Rest als Wärmeenergie an, die es zu nutzen gilt. Zur entsprechenden Optimierung der Energiepro-duktion in der Biogasanlage, bedurfte es daher eines großen, dauerhaften Abnehmers der er-zeugten Wärme – das nahegele-gene Dorint Resort galt schnell als prädestiniert. Dafür wurde eine 1,9 km lange Zuleitung von der Biogasanlage zum Hotel auf abfallendem Gelände be-wältigt und das Wegerecht zur Verrohrung trotz vielschichtiger Besitzverhältnisse verhandelt. Die Bioenergie Niederweiler beauftragte das Ingenieurbüro H. Berg & Partner aus Aachen mit der Planung, Ausschreibung und Bauleitung. Von Seiten der Do-rint- Gruppe begleitete der dama-lige technische Direktor Christian Mutschler das Projekt. Am Anfang wurde über mehrere Monate der Wärmeverbrauch der alten Ölzentralheizung des Ho-tels gemessen und entschieden, ein Mikrogasnetz mit einem DN- 100-Rohr von der Biogasanlage zum Dorint-Hotel zu verlegen. Auf dem Hotelareal schlossen die Beteiligten an das Mikro-gasnetz ein S-BHKW (Satelliten-vollautomatischen als auch re-gelbaren Wärmezufuhr. Der kaufmännische Geschäftsfüh-rer der Bioenergie Niederweiler, Michael Hauer, erläutert: „Die Anlage wird von uns flexibel ge-fahren. Wenn das Hotel weniger Gas braucht, steigern wir an der Niederweiler Biogasanlage die beiden dortigen BHKW wieder in ihrer Leistung, sodass die Ge-samtanlage weiterhin ausgelastet wird.“ Pufferspeicher gefunden Da auch einer flexiblen BHKW-Anlagentechnik systemimma-nente Grenzen gesetzt sind, kommt der kontinuierlichen Wärmeabnahme eine zentrale Bedeutung zu. Das S-BHKW am Dorint produziert primär bedarfs- Statt Öheizung Biogas-BHKW, statt Kauf Energie-Contracting – das Dorint Seehotel & Resort Bitburg/Südeifel hat sich energiesaniert. Fotos: Bioenergie Niederweiler, Dorint Seehotel & Resort Bitburg/Südeifel 10/2013 39


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