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Fotos einer Nutzerquote von deutlich unter 10 % für die Smart-Funktionen. Der Über-gang zum Hybriden, zum Smarten, sei für viele Gäste noch zu komplex. Eine star-ke Barriere seien die oft kompliziert auf-gebauten Fernbedienungen. „Wir haben deshalb die Funktionen in unsere Hotel- Infoseite, die wie ein Portal aufgebaut ist, integriert. Damit verschaffen wir dem Gast einen schnellen Überblick über das, was der Fernseher ihm bieten kann, wo er die gewünschten Infos bekommt und wie er dort hinkommt“, erläutert er. P-Labor liefert zudem eigene Fernbedienungen mit einem einfacheren Bedienfeld mit, um den Gästen den Umgang mit den TV-Geräten zu erleichtern. „Beliebte Smart- Funktionen wie Abflug-zeiten kann der Gast so mit einem einfachen Knopfdruck auswählen, während unsere Hinweisseite den entsprechenden Internetdienst aufruft.“ Ein weiterer Grund, weshalb die Internet-basierten Dienste bzw. Funktionen beim Smart-TV eher wenig genutzt würden, sei die parallele Nutzung von TV und mobilen Endgeräten. Hauke Brauer nennt dieses Phänomen „Second Screen-Prinzip“, indem die eigentliche Interaktion mit dem Tablet stattfindet und der Fernseher eher zur Be-rieselung, als Hintergrundrauschen dient. Kinder zeigen es Christian Otto, CEO von Ondamedia, gibt an, dass in den Partnerho-tels – nach eigenen Aus-wertungen – derzeit nur jeder dritte Gast länger als 30 Min. am Smart- TV mit Internet arbeitet. Die Nutzung webba-sierter Anwendungen und Apps werde jedoch bei den eigenen Erhebungen nicht mitgezählt und liege wohl weit darüber. „Von den Smart-Funktio-nen am wichtigsten sind die Video- und Streaming- Dienste, mit denen sich Videos und TV-Sender aus dem Internet auf dem Fernseher anschau-en lassen und für die wir viele Android- Apps im Angebot haben. Anwendun-gen wie Instagram und für Spiele wer-den ebenfalls sehr oft genutzt“, betont Christian Otto. Das kabellose Strea-men von eigenen Fotos, Musik oder Filmen auf das TV-Gerät sieht er darüber hinaus im Trend. Auch der Münchner Service-Provider m3connect beobachtet eine Nutzungs-verlagerung vom TV-Gerät hin zum mo-bilen Gerät. Dies sei besonders stark im Leisure-Bereich zu beobachten, in dem mitreisende Kinder und Jugendliche im Zimmer zusätzliche Endgeräte mit an-deren Unterhaltungsdiensten als die Eltern nutzen, sagt Ralf Ander, Director Sales/Business Development. Damit erfreue sich die parallele Nutzung von TV-Geräten und mobilen Geräten, insbesondere Tab-lets, immer größerer Beliebtheit. Das The-ma Usability steht auch hier im Vorder-grund: „Wir bieten unser Infotainment-Pa-ket sowohl auf den TV-Geräten im Zimmer als auch für die mobilen Geräte der Gäste an“, erklärt Ralf Ander. „Auf dem TV-Bild-schirm werden das Gästeinformationssys-tem mit Hotelangeboten, -informationen oder Wetter sowie die Online-Videothek genutzt, weil diese mit einer Standardfern-bedienung über die Wippe und einem O.K.- Button einfach zu bedienen sind.“ Zwar sei das TV-Gerät für die Filmwiedergabe we-gen des größeren Formats besser geeignet, aber Filme würden auch mobil angesehen. „Mobil läuft alles, was mit klassischem In-ternet, Facebook, Skype, E-Mail und den Businessanwendungen zu tun hat. Hier sind Bedienung und Lesbarkeit einfacher.“ Die Anbieter bauen grundsätzlich darauf, dass sich der Mehrwert der Smart-Funktionalität langfristig durchsetzen wird. Für Hauke Brauer von P-Labor lohne sich die Anschaffung der smarten TV-Geräte, auch wenn sich die Nachfrage nach der Vernet-zung noch in Grenzen hält. „Denn sie haben ein großes Potenzial und eine unglaublich gute Kosten-Nutzenrelation bei zugleich weniger Hardware auf dem Zimmer und schlanken Serverstrukturen“, begründet er Nathalie Kopsa Smarte Angebote Teile Emotionen und optimiere die Wirkung – unter diesem Motto hat Eichberg Hotel-medien das neue Funai Hotel-TV-Line-Up mit brillantem Bild, einfacher Bedienung und geringem Energieverbrauch im Port-folio. Mit dem MHL-Link lassen sich dabei Musik und andere Multimedia-Inhalte auf dem Fernseher über die Smartconnect-hotelmedien 10/2013 33


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