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Übernachtungszahlen nicht Schritt halten, sodass hier ein Rückgang um 2,2 % verzeichnet wurde. Positive Zahlen für die deutsche Hotellerie meldet die Bundesagentur für Arbeit: Von Dezember 2011 bis Dezember 2012 entstanden 7.257 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, was einem Anstieg von 2,8 % (Gesamtwirtschaft +1,2 %) entspricht. „Die deutsche Hotellerie hat die Senkung der Mehrwertsteuer erfolgreich genutzt“, sagt Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbands Deutschland (IHA), bei der Verkündung des IHA-Hotelkonjunkturbarometers Sommer 2013. „Das erneute deutliche Plus an Übernachtungen ausländischer Gäste belegt unsere international verbesserte Wettbewerbsposition und unser marktforschung WICHTIGE DATEN DER HOTELINDUSTRIE 2013 FÜR DEUTSCHLAND Gesamtangebot: 21.344 Hotels– 784.488 Zimmer – 2. Platz im Ranking (EU) Entw: + 2,8 % Angebot der Kettenhotellerie 1.432 Hotels– 222.455 Zimmer – 4. Platz im Ranking (EU) Entw: + 3,4 % Marktanteil der Kettenhotellerie 28,4 % Hotels – 6. Platz im Ranking (EU) Entw: + 0,1 Pkt Deutschland + 0,9 Pkt Europa - 0,7 Pkt 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Deutschland Europa 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Deutschland Europa 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2007 2008 2009 2010 2011 2012 attraktives Preis-Leistungsverhältnis.“ Auch bei den hotelspezifischen Kennziffern wurden insgesamt Zuwächse erreicht. Die deutsche Hotellerie in Deutschland erzielte in den ersten sechs Monaten laut STR Global eine durchschnittliche Zimmerauslastung von 64,2 % (+0,8 %) und steigerte ihren RevPAR um 1,2 % auf 61 E gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der durchschnittliche Netto- Zimmerpreis blieb mit 95 E nahezu konstant (+0,4 %). Besonders die Hotellerie in deutschen Großstädten konnte im ersten Halbjahr ihre Zimmerauslastung um 1,7 % auf 68,1 % steigern und die durchschnittlichen Netto- Zimmerpreise um 0,9 % erhöhen, während die Auslastung in mittleren und kleineren Städten um 2,1 % bzw. 0,5 % zurückging. Auch die durchschnittlichen Zimmerpreise sanken in mittleren Städten um 0,7 %, in kleineren Städten um 1,6 %. Insgesamt scheint der Trend in den nächsten Monaten nicht abzuebben. Doch die Beschlüsse der neuen deutschen Regierung werden zeigen, inwiefern sich die Branche ggf. auf neue Umstände wie eine Rücknahme der Mehrwertsteuerreform einstellen muss. 90 % 80 % 70 % 60 % 50 % DURCHSCHNITTSPREISE IN EURO (brutto) + 4,0 % + 5,5 % über das Jahr hinweg, was aus der Vielzahl an temporären Kongressen und Messen resultiert. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Konjunktur steht das deutsche Gastgewerbe besser da als seine europäischen Nachbarn, besonders dank des hohen Niveaus der Durchschnittspreise. 2013 verbuchte das deutsche Beherbergungsgewerbe in den ersten fünf Monaten mehr Übernachtungsgäste denn je. 91,4 Mio. und damit 1,1 % mehr haben im Vergleich zu 2012 in Hotels, Hotels garnis, Gasthöfen und Pensionen übernachtet. Mit +4,2 % stieg die Anzahl der Übernachtungen ausländischer Gäste in der Hotellerie erneut deutlich stärker als die der inländischen Gäste (+0,2 %). Jedoch konnten die Umsätze des Beherbergungsgewerbes mit den gestiegenen BELEGUNGSRATE 130 110 90 70 REVPAR IN EURO (brutto) 80 70 60 50 40 zwar gestiegen, konnte jedoch nicht das Niveau von 2008 erreichen. Die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 % auf 7 % 2010 beschränkt zumindest mittelfristig das Wachstum des Preises (unter Einbezug der MwSt.). 2012 lag der Durchschnittspreis (inkl. MwSt.) bei 93,20 E (+ 4 % im Vergleich zum Vorjahr) – bei einem durchschnittlichen Anstieg von 1,5 % in Europa. Trotz Mehrwertsteuersenkung verzeichnete die deutsche Hotelindustrie 2012 den höchsten RevPAR (61,80 E) der letzten zehn Jahre. Der RevPAR (inkl. MwSt.) ist seit 2009 um 17,4 % gestiegen und somit höher als der in Europa (14,5 %). Dieser Trend ist besonders auf das schnellere Wachstum von 2012 (+5,5 %) im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Alle Segmente erlebten in Deutschland seit 2009 einen höheren Anstieg als der europäische Durchschnitt, wobei der größte Zuwachs im Midscale-Segment (+20,1 %) liegt. Das allgemeine Wachstum des RevPARs resultiert aus der erhöhten Belegungsrate in allen Segmenten. Eine Besonderheit auf dem deutschen Hotelmarkt liegt in den starken Schwankungen der Durchschnittspreise + 1,5 % + 0,4 % 64,4 % 92,9 89,6 59,8 58,6 69,2 % 66,7 % 66,0 % 95,9 95,2 96,6 66,4 63,5 63,8 65,4 % 66,3 % 93,2 61,8 Der deutsche Hotelmarkt liegt bei allen drei Kennzahlen deutlich über der EU-Gesamtentwicklung des Hotelmarkts. Quelle: MKG Hospitality © firstclass 12 10/2013 Sie wollen noch mehr Zahlen? Wir haben weitere Daten zusammengefasst unter www.gastroinfoportal.de/ marktforschung INFO


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